Staiblin
Wie die ABB-Chefin ein Elektroauto auflädt

«Park & Charge» heisst es seit gestern auf dem Brown-Boveri-Platz in Baden. Wer ein Elektroauto hat, kann es hier aufladen – gratis und umweltfreundlich mit Aquae-Strom. ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin eröffnete die Elektrotanksäule.

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Roman Huber

Ein E-Smart mit Stuttgarter Autokennzeichen steht neben der Elektrotanksäule. Jasmin Staiblin, ABB-Schweiz-Chefin, dreht den Schlüssel. Hugo Doessegger, Geschäftsführer der Regionalwerke AG Baden, hilft beim Aufladen, beobachtet von Stadtammann Stephan Attiger. Dann setzt sich die Wirtschaftsfrau ans Steuer und dreht eine Runde durchs ABB-Areal – lautlos und umweltfreundlich.

«Wir setzen hier ein Zeichen der Zeit für die Zukunft», erklärt Jasmin Staiblin. Die ABB sei hier in der Rolle als Nutzerin von E-Mobility, stelle die Infrastruktur zur Verfügung und stehe mit ihrem Know-how in Umwelttechnologie ein. Der Brown-Boveri-Platz, der an die Gründer und einstigen Pioniere des Elektrokonzerns erinnere, sei der repräsentative Ort für diese innovative Anlage – die erste in der Region. «Elektroauto-Freaks werden ihre Freude
daran haben», ist sich die ABB-Chefin gewiss. Sie amüsierte sich darüber, dass als Erster ein Schwabe (ein E-Smart) aufgeladen wurde.

Die Elektroladestation ist ein Gemeinschaftswerk von ABB, Regionalwerke AG Baden und Stadt. Die ABB realisierte als führendes Unternehmen für energieeffiziente Lösungen die Komponenten und das System für die Ladestation. Die Regionalwerke liefern den Strom, und zwar unentgeltlichen Aquae-Strom vom Limmatkraftwerk Aue. Die Stadt Baden ermöglichte als Trägerin des European Energy Gold-Awards den Standort. Je nach Fahrzeugtyp (230 oder 400 Volt) kann in 2 Stunden oder auch in 20 Minuten für 50 Kilometer getankt werden.

Ideal im städtischen Umfeld

Die von der Mobilität verursachten Immissionen seien in der städtischen Agglomeration besonders hoch, sagt Hugo Doessegger. Im Einsatz für eine gute Energie- und Klimapolitik bedeute E-Mobility für die Regionalwerke eine neue Herausforderung. Er erinnerte daran, dass die Regionalwerke AG vor 10 Jahren bereits mit dem Erdgasauto innovative Wege gegangen sei. Die Stromwerke seien prädestiniert dafür, sich an dieser neuen Technologie zu beteiligen, denn sie soll eine langfristige Lösung bringen. Das zeige der diesjährige Autosalon mit seinen neuen Entwicklungen und den Trends, wonach Hy-bridautos nur einen Übergang darstellen würden. Die Stadt habe von Beginn weg ein offenes Ohr für das Vorhaben gehabt, so Stadtammann Stephan Attiger. Er hofft nun, dass bald ein zweiter Park- und Ladeplatz benötigt werde.

Lesen Sie den Kommentar in der morgigen Ausgabe der Aargauer Zeitung.

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