Die europäische Gesundheitsbehörde EMEA empfahl zuletzt, zunächst jeder Person zwei Mal im Abstand von drei Wochen eine Dosis zu verabreichen. Die Schweiz kaufte deshalb bei Novartis und GlaxoSmithKline insgesamt 13 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Grippe A(H1N1).

Die Kosten in Höhe von rund 84 Millionen Franken übernimmt der Bund. Ob die Schweiz überzählige Impfdosen allenfalls an die Hersteller zurückgeben kann und wer die Kosten dafür tragen müsste, ist unklar.

Die Vertragsbedingungen unterstünden der Geheimhaltungspflicht, sagte Jean-Louis Zurcher, Sprecher des Bundesamts für Gesundheit (BAG), auf Anfrage. Das BAG werde zuerst den Zulassungsentscheid und die Empfehlungen des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic abwarten.

Swissmedic-Sprecher Joachim Gross sagte, der Entscheid werde frühestens am 20. Oktober fallen. Ob sein Institut ein oder zwei Impfungen empfehlen werde, sei noch offen.

China hat als erstes Land Ende September mit einer breit angelegten Impfaktion gegen den H1N1-Virus begonnen. Australien und die USA folgten. In der EU sollen die Impfungen in gut zwei Wochen beginnen, in der Schweiz Anfang November.

Die Gesundheitsminister der EU-Länder beauftragten in Luxemburg die EU-Kommission mit der Ausarbeitung einer gemeinsamen Beschaffung der benötigten Impfstoffe.

Die Behörde soll für die ärmeren EU-Mitglieder den Einkauf bei den Pharmakonzernen oder bei ausreichend versorgten Mitgliedstaaten koordinieren.