In sechs Wochen lege das Virus eine Strecke zurück, für die anderen sechs Monate benötigten, sagte Chan. Das sei "unglaublich" schnell, erklärte Chan. Besorgniserregend sei auch, dass 40 Prozent der Todesopfer junge und gesunde Erwachsene seien, sagte die WHO-Chefin gegenüber der französischen Tageszeitung "Le Monde".

Die Opfer würden innerhalb von fünf bis sieben Tagen an den Folgen des von dem Virus verursachten Fiebers sterben. Bei 60 Prozent der Todesfälle seien Vorerkrankungen vorhanden gewesen. Seit dem Ausbruch der Schweinegrippe im April sind mehr als 2180 Menschen an der Infektion gestorben.

Gemäss Chan wird "in den kommenden Monaten" weltweit nicht ausreichend Schweinegrippe-Impfstoff zur Verfügung stehen. Jährlich könnten 900 Millionen Impfdosen hergestellt werden, für die Weltbevölkerung von 6,8 Milliarden Menschen reiche das nicht aus.

Auch wenn die Impfstoffe schnell entwickelt würden, stehe es aber ausser Frage, bei der Qualität Kompromisse zu machen, hob die WHO-Chefin hervor. Bei den Schnellverfahren zur Zulassung dürften lediglich "Verwaltungsvorgänge" beschleunigt werden.