Alexander Wagner

Die Frauen von Rotweiss Wettingen mussten die erste Niederlage der Saison einstecken. Und dies ausgerechnet im Playoff-Final gegen den Dauerrivalen aus Olten. Viel schlechter hätte der Playoff-Final für Wettingen nicht beginnen können: Nach fünf Minuten erzielte Carmen Bello den Führungstreffer für Olten. Die abgezockte Stürmerin wurde beim HC Wettingen gross und geht seit einigen Jahren erfolgreich für Olten auf Torjagd. Die Chance auf den Ausgleich kam bald, doch Stephanie Wälti scheiterte vom Penaltypunkt an Oltens Goalie Sabine Lecso. Damit nicht genug: Nach einer kurzen Ecke und einem erneuten Treffer von Bello erhöhten die Solothurnerinnen gar auf 3:0.

Noch nie in dieser Saison lag das Team von Trainer Thomas Dauner so deutlich in Rückstand. Wer im zweiten Durchgang einen Sturmlauf von Rotweiss erwartete, sah sich eines Besseren belehrt. Nach nur zwei Zeigerumdrehungen schraubte Olten das Skore erneut in die Höhe. Danach begannen die Wettingerinnen endlich Druck zu machen, doch Olten hielt taktisch äusserst clever dagegen. Zwar gelang nach einer Strafecke durch Schnyder und einem Penalty von Catia Koller noch die Resultatkosmetik zum 3:4-Endstand, doch zu mehr reichte es den enttäuschenden Wettingerinnen nicht mehr. Für die zweite Finalpartie am nächsten Sonntag auf der Bernau müssen sie sich dringend etwas überlegen. Sonst wird es nichts mit der erfolgreichen Titelverteidigung.

Männer im Final gegen Luzern

Das Männer-Team um Captain Michael Keller liess im Halbfinal gegen Olten nichts anbrennen und setzte sich mit 6:1 und 4:2 durch. Die Wettinger treffen im Final wie bereits im letzten Jahr auf Luzern, welches in seinem Halbfinal mit dem Gesamtskore von 3:2 knapp gegen Servette Genf gewinnen konnte. Die erste Partie wird am Samstag in Luzern ausgetragen, die Entscheidung fällt am Sonntag auf der Bernau, im Anschluss an die zweite Finalpartie der Frauen.