Badi
Wetter vermiest Badisaison

Kaum ein Tag ohne Regen. Letzte Woche schneite es fast bis in die Niederungen, niemand geht in die Badi. Ist der Sommer 2009 wirklich so schlecht wie wir meinen?

Drucken
Badi

Badi

Aargauer Zeitung

«Oft kommen nur noch die harten Schwimmer, denen das Wetter nichts ausmacht», sagt Rene Surenmann, Leiter des Terrassenbad Baden. Bisher sei es eine der schlechtestens Saisons. «Oft kommen weniger als 1000 Besucher pro Tag, dabei hätte es Platz für gegen 6000.» Ebenfalls nicht ausgelastet ist das Tägi in Wettingen: «Am besten Tag hatten wir 2500 Besucher», sagt Badmeister Dante Hauri. Dabei habe das Gartenbad eine Kapazität von rund 3500 Gästen pro Tag. An den Durschnittstagen, so Hauri weiter, kommen 1000 bis 1500 Besucher. Wieder einmal erweist die die Kombination mit dem Hallenbad als grosser Vorteil. «Die Besucher können mit dem Gartenbad-Eintritt auch das Hallenbad benutzen.» Dort ist die Rutschbahn der grosse Anziehungspunkt für Kinder.

«Der Sommer ist wie alle anderen»

«Als langjähriger Bademeister sage ich, dieser Sommer ist wie all die anderen auch. Einzige Ausnahme macht dabei der sehr heisse Sommer 2003», so Paul Gürtler, Chefbademeister in der Fricker Badi. Auch im letzten Jahr seien die Besucherzahlen zum gleichen Datum noch relativ tief gewesen. Das habe sich mit dem schönen August dann aber ausgeglichen. Ganz leer sei das Schwimmbad in Frick auch bei schlechtem Wetter nur selten. Das führt Gürtler darauf zurück, dass das Wasser in den Becken stets eine Temperatur von 24 Grad Celsius aufweist. Ausserdem sei trotz Regen die Lufttemperatur in den letzten Tagen relativ hoch gewesen.

Keine Champagnerlaune im Freiamt

In Champagnerlaune sind auch die Zuständigen der drei grössten Freiämter Schwimmbäder nicht. Laut Toni Bösch, Chef der Schwimmbadanlage Muri, braucht es bis Saisonschluss noch vier bis fünf gute Wochenenden mit je rund 4000 Gästen. Auch das Aushilfspersonal, das im Stundenlohn entlöhnt wird leidet, weil es zu wenigen Einsätzen komme. Bescheiden sind die bisherigen Gästezahlen auch im Freibad Isenlauf in Bremgarten. «Bloss an zwei Tagen hatten wir bisher mit je über 2000 Badenden eine sehr gute Besucherzahl», sagt Chefbadmeister Jens Kemper. Wenn sich nicht bald eine stabile Schönewtterlage einstelle, müsse die Saison unter «Ausser Spesen leider wenig gewesen» abehakt werden. Im Schwimmbad Bünzmatt in Wohlen fehlen laut Badmeister Stefan Meier bis jetzt «rund 15 000 Eintritte.» Ein einziger ausgezeichneter Tag mit 2400 Badenden sei registriert worden. Zwei weitere Tage brachten je über 2000 Badelustige.

In Entfelden ist es ganz anders

«Tendenziell haben wir mehr Besucher als im letzten Jahr», sagt Claudia Hächler von der Badi Entfelden. Dies weil zum ersten Mal das zugehörige Hallenbad während den Sommerferien geöffnet ist. Bei Temperaturen über 24 Grad Celsius wird das Hallenbad aber abgeschlossen. «Dann wollen die meisten sowieso draussen sein.» Früher wurden in den Ferien die Reinigungs- und Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Jetzt bleibt das Hallenbad gleich nach den Sommerfrerien für drei Wochen geschlossen. (dm/ls/shö/ama)

Aktuelle Nachrichten