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Wettbewerb für Pflegezentrum

Altes Spital: Investor Willi Gyger beim Besichtigungstermin im Frühsommer. (Bild: Urs Lindt)

Sunne

Altes Spital: Investor Willi Gyger beim Besichtigungstermin im Frühsommer. (Bild: Urs Lindt)

Investor Willi Gyger kommt seinem Ziel einen Schritt näher. Beim alten Spital an der Jurastrasse will er ein Pflegezentrum erstellen. Für den Projektwettbewerb wurden 16 Architekturbüros ausgewählt.

Urs Byland

Im Alterspflegebereich in Grenchen werden die Startpflöcke gesetzt. Kaum vermeldete die Stiftung Alterssiedlung Grenchen die Besetzung des Präsidiums - Sozialamtsleiter Kurt Boner nahm definitiv die Zügel in die Hände -, folgt die Berntor AG und teilt ihren nächsten Schritt mit. Sie will auf dem Gebiet mit dem alten Spital an der Jurastrasse sowie dem benachbarten Gelände - beides hat sie im Baurecht vom Kanton erhalten - ein Pflegezentrum erstellen.

Nach der ersten Orientierung im Mai lancierte die Berntor AG einen selektiven Projektwettbewerb. Für diesen haben sich 40 Architekturbüros beworben. Jetzt hat die Wettbewerbskommission des «Sunneparks» - wie die künftige

Institution heissen soll - 16 Architekturbüros für die Wettbewerbsteilnahme selektioniert. «Laut Programm sollten 8 bis 15 Büros mitmachen», erklärt Ruth Lichtensteiger, Geschäftsführerin der Solviva AG, Muttergesellschaft der Pflegeheim Berntor AG. Die Jury, in der neben anderen Guido Keune vom kantonalen Hochbauamt sowie Grenchens Stadtbaumeister Claude Barbey wirken, wählte 15 aus. Ein weiteres Büro wurde berücksichtigt, nachdem ein Rechnungsfehler korrigiert wurde. Unter den ausgewählten Büros befinden sich zwei deutsche sowie drei aus Solothurn. Die Preissumme beträgt 150 000 Franken

Im März steht der Sieger fest

Laut Medienmitteilung soll beim alten Spital keine Residenz, sondern gut zahlbare, einfache und pflegeoptimierte Wohnungen im unteren bis mittleren Preissegment entstehen. Durch die unmittelbare Nähe der Alterswohnungen zum Pflegezentrum entstehen Synergien. Zu den Aufgaben an die Architekturbüros gehören beispielsweise eine Demenzstation, eine Abteilung für Tages- oder Nachtaufenthalt und das betreute Wohnen. Weiterhin ist die Rede von einem 30-Mio-Projekt.

Die 16 Architekturbüros werden Anfang November das Baugrundstück besichtigen. Diese Begehung ermöglicht den Austausch und die Klärung noch offener Fragen. Im März 2010 werden die anonym eingereichten Projekte durch das Preisgericht bewertet und juriert. «Der bisher angekündigte Baubeginn Sommer 2010 ist nicht realistisch. Ich rechne mit Frühling 2011», so Ruth Lichtensteiger.

Nebst den Synergien zwischen Pflegeheim und Alterswohnungen gibt es auch Synergien innerhalb
der Gemeinde. Bereits zweimal tagte eine Task-Force mit Vertretern der Gemeinde, der Pflegeheime Kastels und Weinberg und der Solviva AG / Pflegeheim Berntor AG. «Wir haben ein Papier erarbeitet, das wir dem Gemeinderat vorlegen werden. Mehr kann ich dazu nicht sagen», erklärt Ruth Lichtensteiger.

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