Zunfthaus
Wertvolles Wandbild im abgebrannten Zunfthaus zur Zimmerleuten entdeckt

Während der laufenden Wiederaufbauarbeiten des Zürcherischen Zunfthauses wurden im zweiten Obergeschoss mittelalterliche Wandmalereireste entdeckt.

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Wandmalerei

Wandmalerei

Zur Verfügung gestellt

Sondierungen eines Restaurators zeigten, dass die Malerei im Kleinen Zunftsaal eine grössere Fläche belegte und in gutem Zustand war. Auf Veranlassung der kantonalen Denkmalpflege wurde das von mehreren Tüncheschichten überdeckte Bild deshalb freigelegt und konserviert.

Die bemalte Fläche von 250 x 210 Zentimetern zeigt laut der Zürcher Baudirektion Frau Minne, die Herrin der Liebe und Richterin in Liebesangelegenheiten. Sie spielt in der Literatur des Hoch- und Spätmittelal-ters eine bedeutende Rolle, und es erstaunt daher nicht, dass sie auch bildlich dargestellt wurde. Erhalten haben sich vorwiegend Werke der angewandten Kunst, wie Ofenkacheln, bemalte oder skulptierte Kästchen und Textilien. Wandmalereien mit diesem Thema sind hingegen äusserst selten. Die Kleidermode lässt darauf schliessen, dass das neu entdeckte Wandbild in der Zeit um 1400 entstanden sein dürfte.

Laut Baudirektion kommen die Wiederaufbauaurbeiten des im November 2007 abgebrannten Zunfthauses gut voran. Die Eröffnung ist im Oktober 2010 vorgesehen.

Bei den Löscharbeiten war in der Nacht auf den 15. November 2007 ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen.

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