Louis Probst

«Nachdem verschiedene unserer Abteilungen in das Geschäftshaus Vindonissa - das einstige Postgebäude an der Stapferstrasse - umgezogen sind, wollen wir die Gelegenheit nutzen und das unter Denkmalschutz stehende Schilplinhauses umbauen und sanieren», erklärt Werner Neuhaus, Leiter des Departementes Personal und Finanzen beim Schweizerischen Bauernverband. «Wir wollen die Chance ergreifen, weil das Schilplinhaus gegenwärtig zum grössten Teil leer steht».

Sanfte Renovation

Zur Zeit liegt auf der Bauverwaltung der Stadt Brugg das Baugesuch für den Umbau und die Sanierung des Schilplinhauses auf.

«Im Zuge der Renovation werden im zweiten Obergeschoss die Lukarnen erneuert, die sich in einem desolaten Zustand befinden,» sagt Werner Neuhaus. «Damit kann auch wieder die korrekte Einheitlichkeit hergestellt werden. Durch die Erneuerung der Lukarnen soll aber auch mehr Licht ins zweite Obergeschoss gebracht werden. Dieses Geschoss wird zudem eine neue Raumeinteilung erhalten.»
Vorgesehen sind aber auch isolationstechnische Massnahmen. Insbesondere werden sämtliche Fenster ersetzt. Schliesslich werden auch die Elektroinstallationen erneuert.

Weil das im Jahre 1810 erbaute Schilplinhaus - «ein Rokoko-Spätling und eine schlichte Variante des ehemaligen Frölichschen Palais und heutigen Stadthauses» («Kunstdenkmäler des Kantons Aargau») unter kantonalem Denkmalschutz steht, wickelt sich die Renvovation unter den gestrengen Augen der Denkmalpflege ab.

Die Denkmalpflege begleitet

«Wir haben relativ weitgehende Auflagen einzuhalten», erklärt Werner Neuhaus. «Wir stehen aber in gutem Einvernehmen mit der Denkmalpflege. Gewisse Sachen sind bereits freigelegt worden.» Das betrifft unter anderem ursprüngliche Wandtäferungen und Einbauten, die später durch Aktenregale und Büroschränke verdecekt - dadurch wohl auch erhalten geblieben sind. Geöffnet werden sollen aber die Gipsdecken um einen Einblick zu erhalten, was sich darunter befindet. Werner Neuhaus: «Wir werden zusammen mit der Denkmalpflege Schritt für Schritt vorgehen und schauen, welche Massnahmen sinnvoll sind.»

Zur weiteren Nutzung des Schilplinhauses erklärt Werner Neuhaus: «Ziel ist es, die Räume weiterhin für Büros landwirtschaftlicher Organisationen zu nutzen. Der Einbau von Wohnungen käme viel zu teuer. Auch von der Lage her eignet sich das Haus nicht unbedingt für eine Wohnnutzung.»

Wie Werner Neuhaus erklärt, sollen der Umbau und die Sanierung des Schilplinhauses - für die Kosten von 550'000 Franken veranschlagt sind - vorangetrieben werden. Das nicht zuletzt im Hinblick auf die geplante Überbauung Laurpark. «Weil im Zusamemhang mit dieser Überauung die Baracke gegenüber dem Stapferscshulhaus weichen muss, steht den organsisationen, die bisher in der baracke untergebracht warenb, eien Rochade ins Schilplinhaus bevor» sagt werner Neuhaus.