Aids

Weniger HIV-Ansteckungen unter homosexuellen Männern

Unter 300 Neuansteckungen bei Schwulen

Unter 300 Neuansteckungen bei Schwulen

Die HIV-Übertragung unter homosexuellen Männern hat nicht weiter zugenommen. Hochgerechnet geht das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bei dieser Bevölkerungsgruppe für das Jahr 2009 von weniger als 300 neuen Fällen aus, gegenüber 331 im letzten Jahr.

Auch bei anderen Personengruppen ist die Anzahl HIV-Diagnosen stabil bis leicht rückläufig. Insgesamt sind im ersten Semester dieses Jahres 301 positive HIV-Test registriert worden, wie das BAG und die Aidshilfe Schweiz mitteilten.

Mit 124 Fällen macht der Anteil homosexueller Männer 40 Prozent aus. Das BAG hofft, dass die Zahl der Infektionen unter Homosexuellen dieses Jahr erstmals seit 2003 nicht mehr ansteigend sein wird. Die Infektionsrate liegt damit allerdings immer noch höher als im Zeitraum zwischen 1999 und 2004, als die jährliche Rate bei rund 160 HIV-Diagnosen lag.

Unerfreulich ist laut BAG der Umstand, dass es sich bei über der Hälfte - 55 Prozent - um kürzliche Ansteckungen unter Homosexuellen handelt. Dies bedeute, dass in diesen Fällen die Prävention versagt habe.

Im ersten Halbjahr 2009 steckten sich 137 Heterosexuelle mit dem HI-Virus an; mehr als die Hälfte davon, nämlich 56,8 Prozent, sind Frauen. 18 Fälle betreffen Drogenabhängige, vier Fälle Empfänger von Transfusionen. In sechs Fällen handelte es sich um eine Übertragung von Mutter zu Kind. Die restlichen 12 laufen unter der Bezeichnung "übrige".

Von den insgesamt 301 Angesteckten sind 204 männlichen und 84 weiblichen Geschlechts. In 13 Fällen ist das Geschlecht nicht bekannt.

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