Flugsicherheit

Weltweite «Schwarze Liste» für Airlines in der Kritik

Stunk um Schwarze Liste (Symbolbild)

Stunk um Schwarze Liste (Symbolbild)

Die Pläne von EU-Verkehrskommissar Antonio Tajani für eine weltweite «Schwarze Liste» für unsichere Airlines stossen auf Widerstand. «Ich glaube nicht, dass das eine Lösung ist», sagte der Präsident der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), Roberto Kobeh González, in Brüssel.

Um die Sicherheit zu erhöhen, seien verschiedene Massnahmen nötig, betonte González. Unter anderem müsse man den Staaten, in denen es Mängel gebe, helfen. "Flugzeuge sind immer noch ein sicheres Transportmittel", betonte González. Die Mehrheit der Unfälle falle auf unvorhersehbare Umstände zurück, die nichts mit Normen zu tun hätten.

Tajani hatte nach dem Absturz eines jemenitischen Airbus sowie einer Air-France-Maschine eine weltweite Liste gefordert. Die EU führt bereits eine "Schwarze Liste" mit Unternehmen, die wegen Sicherheitsbedenken ein Flugverbot in der Europäischen Union haben. Dabei sind besonders Airlines aus Afrika und Asien betroffen. Die Schweiz macht bei der EU-Liste mit.

Die geplante neue Liste solle Teil einer "weltweiten Strategie" für mehr Sicherheit werden, forderte der Kommissar. Dazu gehöre auch, dass sich die EU etwa stärker bei der Ausbildung von Piloten und Technikern in Afrika engagiere.

Die EU prüft weiter, ob die jemenitische Fluggesellschaft Yemenia auf die europäische Liste gesetzt werden soll. Ein 19 Jahre alter Airbus der Airline war Ende Juni beim Landeanflug auf die Komoren abgestürzt.

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