Weltraumtourist und ISS-Besatzung in Kasachstan gelandet

Michael Finckes Muskeln sind geschwächt

Michael Finckes Muskeln sind geschwächt

Der amerikanische Weltraumtourist Charles Simonyi (60) ist von der Internationalen Raumstation ISS zur Erde heimgekehrt. Der Millionär landete nach seinem zweiten ISS-Besuch wohlbehalten auf kasachischem Boden.

Damit geht die Serie der von Russland angebotenen kosmischen Pauschalreisen zu Ende. Wenn die Dauerbesatzung der seit zehn Jahren existierenden ISS in den kommenden Monaten auf sechs Mann erhöht wird, gibt es für Besucher keinen Platz mehr. Als Ausnahme könnte eventuell im Herbst noch einmal ein Startplatz für einen Hobby-Raumfahrer frei werden.

Der russischen Raumfahrttradition entsprechend wurde dem aus Ungarn stammenden Simonyi auf der Erde ein frischer Apfel überreicht. Gemeinsam mit Simonyi kehrten der russische Kosmonaut Juri Lontschakow und US-Astronaut Michael Fincke heim.

Die drei Raumfahrer mussten nach der Landung einige Zeit in Decken gehüllt auf Klappsesseln verbringen, da ihre Muskeln durch den Aufenthalt in der Schwerelosigkeit geschwächt waren. Die Rückkehr zur Erde war um einen Tag verschoben worden, weil das ursprüngliche Zielgebiet in der zentralkasachischen Steppe wegen Tauwetters überschwemmt war.

Nach 2007 war es Simonyis zweiter Aufenthalt in der Raumstation. Für das Vergnügen zahlte er nach eigenen Angaben 35 Millionen US-Dollar, etwa 10 Millionen Dollar mehr als für seine erste Reise. Simonyi ist der einzige Weltraumtourist, der sich bislang zwei Reisen ins All leistete.

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