Das Wohlfahrtsministerium gab die offizielle Totenzahl mit 777 an und sprach von 2100 teils lebensgefährlich Verletzten. Der Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen hatte am Donnerstagabend schon von mindestens 1100 Toten gesprochen.

Auf Sumatra war die Lage ausserhalb von Grossstadt Padang noch völlig unübersichtlich. Es war schwierig, in die entlegeneren Teile des Erdbebengebiets vorzudringen, weil viele Strassen von Erdrutschen verschüttet wurden.

Aus Angst vor weiteren Nachbeben haben tausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien verbracht. Sie bauten sich mit Plastikplanen und Zelten notdürftige Unterstände.

Zahlreiche internationale Hilfswerke stellten Hilfsgüter für die Opfer der Naturkatastrophe bereit und riefen zu Spenden auf. Erstmals seit sechs Jahren wurde auch die gesamte Schweizer Rettungskette mobilisiert.

Unterdessen wurde Tonga tausende Kilometer weiter westlich erneut von einem Erdbeben erschüttert. In der Nähe hatte am Dienstag ein Beben der Stärke 8,3 einen Tsunami ausgelöst, der wahrscheinlich mehr als 150 Menschenleben forderte, die meisten auf Samoa.

Die Weltbank will den von verheerenden Naturkatastrophen heimgesuchten Ländern Südasiens schnell helfen. Weltbank-Präsident Robert Zoellick äusserte bei der Herbsttagung von Weltbank und IWF in Istanbul sein tiefes Mitgefühl für die von den Beben und dem davon ausgelösten Tsunami Betroffenen in der Region.

Die Weltbank habe einen Hilfetopf, um Ländern, die unter solchen Naturkatastrophen zu leiden hätten, zu helfen.