GGL

«Weitermachen», heisst die Devise

Die Geschichte der Kirche St. Mauritius in Wölflinswil wurde von dem verstorbenen Patrick Bircher aufgearbeitet und ist in einer Broschüre zusammengefasst. (gh)

Broschüre

Die Geschichte der Kirche St. Mauritius in Wölflinswil wurde von dem verstorbenen Patrick Bircher aufgearbeitet und ist in einer Broschüre zusammengefasst. (gh)

Der Vorstand der Gemeinnützigen Gesellschaft des Bezirks Laufenburg (GGL) stellte an der Generalversammlung die Zukunft der Vereinigung zur Diskussion. Die Voten zeigten eindeutig, dass die Auflösung der GGL bei den Mitgliedern kein Thema ist.

Geri Hirt

«Was ist unsere Aufgabe?»: Diese Frage sei seit einiger Zeit ein Thema, sagte GGL-Präsidentin Ursula Jutzi, Vizestadtammann von Laufenburg, an der Generalversammlung im «Ochsen» in Wölflinswil. Gemäss den Statuten ist der Zweck der GGL weit gefasst. Gefördert werden insbesondere gemeinnützige und kulturelle Bestrebungen in der Region. Es zeigt sich, dass das Kapital von derzeit rund 125 600 Franken am Schwinden ist. Ursula Jutzi wies darauf hin, dass beispielsweise im Bezirk Bremgarten die Gemeinnützige Gesellschaft aufgelöst worden sei, im Bezirk Rheinfelden werde das Thema «Auflösung» ebenfalls diskutiert. Denkbar wäre ein Zusammenschluss mit Rheinfelden.

Diese Idee stiess in der Diskussion nicht auf Gegenliebe. Die Voten lauteten eindeutig auf Weiterführung der GGL, auch wenn die Institution gegenwärtig zu wenig genutzt wird. David Wälchli, designierter Präsident der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde, wies nicht nur auf die wertvolle Finanzhilfe für gewisse Projekte hin, sondern auch auf das Zeichen, das mit einer solchen Unterstützung nach aussen gesetzt werde. «Auch mit kleineren Beiträgen wird signalisiert, dass die Region hinter dem Kulturschaffen steht.»

Gemeindeschreiber Karl Widmer aus Sisseln und Gemeindeammann Pia Schmid aus Wölflinswil sprachen sich für eine Fortsetzung der Tätigkeit aus, die allgemein zu wenig bekannt sei. In einer schriftlichen Stellungnahme hat der Gemeinderat Gipf-Oberfrick «auf den wertvollen Beitrag» hingewiesen, den die GGL nach wie vor leiste. Karl Wehrli als ehemaliger Präsident meinte, der Vorstand müsse nicht von einem schlechten Gewissen geplagt sein, wenn der Rechenschaftsbericht kürzer ausfalle. «Ich sehe keinen Grund, die GGL aufzulösen; macht weiter so!», ermunterte Karl Wehrli den Vorstand und gab damit die allgemeine Stimmung wieder.

Vier Gesuche bewilligt

In den Jahren 2007 und 2008 sind je fünf Gesuche bei der GGL eingereicht worden, von denen jeweils zwei die Kriterien für eine Unterstützung erfüllten. So wurden 2007 rund 2800 Franken, 2008 rund 7800 Franken an Beiträgen ausbezahlt. Mit 2000 Franken wurde zum Beispiel der Kauf des wertvollen Rüede-Kelchs der Kirchgemeinde Bözen unterstützt, was Kirchenpflegepräsident Werner Pfister an der Versammlung verdankte. Aufgrund der ausbezahlten Unterstützungsbeiträge reduzierte sich das Vermögen der GGL innerhalb der letzten zwei Jahre um rund 8100 Franken auf 125 926 Franken per Ende 2008.

Der Vorstand wurde in der bisherigen Zusammensetzung bestätigt: Ursula Jutzi (Präsidentin), Franziska Wälchli, Werner Fasel, Erika Rüede, Marcel Rohrer, Gianni Profico, Gerry Thönen. Wieder gewählt wurden auch die Revisorinnen Barbara Stäuble und Anni Meier.

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