Konzert

Weihnachtslieder für einen guten Zweck

BesinnlicheSsund Unterhaltsames: Weihnachtslieder aus der ganzen Welt und in sieben Sprachen präsentiert die Gruppe Furbaz: (von links) Marie Louise Werth, Giusep Quinter, Gioni Defuns und Ursin Defuns.  (Alfred Lins)

Furbaz

BesinnlicheSsund Unterhaltsames: Weihnachtslieder aus der ganzen Welt und in sieben Sprachen präsentiert die Gruppe Furbaz: (von links) Marie Louise Werth, Giusep Quinter, Gioni Defuns und Ursin Defuns. (Alfred Lins)

Mit einem grossartigen Konzert, das den über 600 Besucherinnen und Besuchern noch lange in bester Erinnerung bleiben wird, wartete am in Leuggern die Gesangsgruppe Furbaz auf. Mit dem Erlös der Veranstaltung wird die Restauration des Hochaltars finanziert.

Alfred Lins

Die aus dem Bündnerland stammende Gruppe Furbaz, rätoromanisch für «Lausbuben», setzt sich zusammen aus den Sängern Giusep Quinter, Gioni Defuns und Ursin Defuns. Zu ihnen gesellt sich die mit einer prächtigen Stimme ausgestattete, stets vor Energie sprühende Sängerin und Pianistin Marie Louise Werth.

Auftritte in Weihnachtszeit

Die ersten Auftritte der Truppe liegen mittlerweile 25 Jahre zurück. Sie fanden in diversen Hotels in Disentis statt, wo in der dortigen Klosterschule die gesanglichen Aktivitäten ihren Anfang nahmen. Zwei Jahre lang erfreute die Gruppe mit ihren Liedern Touristen, ehe eines Tages ein Gast zur Teilnahme am schweizerischen Ausscheidungswettbewerb zum Eurovision Song Contest riet.

Von da an ging es auf der Erfolgsleiter stetig nach oben. 1987 errangen Furbaz den dritten Rang, ein Jahr später den zweiten, und wieder ein Jahr darauf gelang mit «Viver senza tei» der grosse Wurf. Der erste Platz berechtigte zur Teilnahme auf der europäischen Bühne. 1990 erfolgte die Verleihung der ersten Goldenen Schallplatte und des Prix Walo. Noch im selben Jahr löste sich die Gruppe auf, doch kam es 2004 zu einem Comeback. Die Auftritte beschränken sich jedoch auf die Weihnachtszeit.

Vorzügliche Interpretation

Das Konzertprogramm in Leuggern bestand aus einer breiten Palette von Weihnachtsliedern aus vielen Ländern und Stilrichtungen. Vom schlichten Volks- und Kirchenlied über den gregorianischen Choral, über Swing und Rock bis hin zu Gospels und Spirituals erstreckte sich die Bandbreite. Die Internationalität spiegelte sich in nicht weniger als sieben Sprachen wider. Besinnliches und Unterhaltsames wechselten sich ab. Hinzu kam ein Schuss Humor, für den vor allem Marie Louise Werth immer wieder sorgte.

Schon das erste Lied «Tochter Sion» schuf eine vorweihnachtliche Stimmung, die den Kirchenraum den ganzen Abend erfüllte. Obwohl das Programm einen Höhepunkt an den anderen reihte, verdienen die Vorträge «The Prayer» (Duett mit Marie Louise Werth und Giusep Quinter), «Jingle Bell Rock» und das abschliessende «Stille Nacht» eine besondere Erwähnung.

Gesanglich und musikalisch zeigten sich die Sängerin und das Männerterzett von der besten Seite. Präzise in den Einsätzen, perfekt in Harmonik und in der Bewältigung auch anspruchsvoller rhythmischer Passagen, bestachen die vier durch eine vorzügliche Interpretation. Massgeblichen Anteil am Gelingen hatte die Begleitband: Charlie Weibel (Schlagzeug), Marcel Keckeis (Keyboard), Thomas Custer (Gitarre) und Heinz Affolter (E-Gitarre).

Alle Akteure des Abends verzichteten auf eine Gage. Der Erlös geht an die Stiftung Kirche St. Peter und Paul in Leuggern für die Erneuerung des Hochaltars. Seit einer Woche ist diese abgeschlossen. «Heute ist ein Freudentag», meinte Stiftungsratspräsident Heinz Vögele. «Die ursprüngliche Schönheit und die Harmonie im Gotteshaus sind wiederhergestellt.» Auch Sänger Ursin Defuns zeigte sich beeindruckt: «Wir werden gerne einmal wiederkommen.»

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