Schweinegrippe

Wegen Schweinegrippe: Kindergarten in Buchs geschlossen

Hier gibts kein "Hatschi!" mehr: Der Kidnergarten Gysistrasse in Buchs AG wurde wegen mehreren an Schweinegrippe erkrankten Kindern geschlossen. (Bild: wst)

Kindergarten Gysistrasse Buchs

Hier gibts kein "Hatschi!" mehr: Der Kidnergarten Gysistrasse in Buchs AG wurde wegen mehreren an Schweinegrippe erkrankten Kindern geschlossen. (Bild: wst)

Seit Wochen herrscht Hysterie wegen der sogenannten Schweinegrippe. Nun grassiert das Virus auch in der Region: Wie a-z.ch erfuhr, muste in Buchs AG musste auf kantonsärztliches Geheiss am Dienstag ein Kindergarten schliessen - obwohl das Departement für Bildung, Kultur und Sport grundsätzlich die Aufrechterhaltung des (Volks-)Schulbetriebes empfiehlt. Die Schweinegrippe ist aber auch hierzulande auf dem Vormarsch: Laut Bundesamt für Statistik gibt es derzeit gegen 1000Fälle.

Von Claudia Landolt Starck

Nur die Ansage des Telefonbeantworter des Kindergarten Gysistrasse lässt etwas von der Munterkeit erahnen, die in normalen Zeiten in den beiden Kindergartenklassen herrscht: "Gysistrasse" schreien da die Kinder auf Band. Man dürfe eine Nachricht hinterlassen nach dem "Piep!", lauthals verkündet von fast drei Dutzend fröhlichen Kinder. Diese haben nun unfreiwilligen Hausarrest, die Kindergartentür ist verriegelt, die Rollläden dicht gemacht.

Die Diagnose lautet: Schweinegrippe. Wie Recherchen von a-z.ch am Mittwochmorgen ergaben, ist der Kindergarten Gysistrasse ist bereits seit vergangenem Freitag geschlossen. Laut Mediensprecher des Departements Gesundheit und Soziales, Balz Bruder, sind in einer der beiden Kindergartenklassen 8 von 19 Kinder von den bekannten grippalen Symptomen betroffen. "Am vergangenen Freitag sind zwei Kinder stichprobenartig auf das H1N1-Virus getestet worden", führt Balz Bruder weiter aus. Ein Kind sei mit dem Virus infiziert worden und leide an einer Erkältung mit Fieber. Deshalb hat der Kantonsärztliche Dienst am Dienstag die Schliessung des Kindergarten Gysistrasse bis zum kommenden Freitag verfügt. Wäre das Testresultat negativ gewesen, hätte der Kindergarten am Mttwoch seinen Betrieb wieder aufgenommen. Balz Bruder: "Es kann davon ausgegangen werden, dass weitere Kinder betroffen sind." Offenbar wohnen die betroffenen Kinder alle in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander.

Eine Schliessung von Schulbetrieben ist zwar in den Pandemie-Empfehlungen des Kanton Aargau nicht generell vorgesehen. Die Empfehlung des Regierungsrates vom 5. August 2009 lautet: "Die Schulen sind verpflichtet, den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, auch wenn einzelne Kinder erkranken." Laut Balz Bruder behalte man sich aber in Einzelfällen eine solche vor: "Es ist etwas anderes, ob ein Kindergärtler oder ein Kantischüler an H1N1-Virus erkrankt, insbesondere im Hinblick auf die Durchsetzung von Hygienemassnahmen."

Was den Gesundheitszustand der betroffenen Kinder in Buchs angeht, so gibt der Kantonsarzt Entwarnung: Keines musste hospitalisiert werden, und auch eine ärztliche Betreuung war nicht notwendig.

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