Brasilien

Wegen Corona: Rio verschiebt weltberühmten Karneval

ARCHIV - Mitglieder der Sambaschule Mangueira treten bei einem Karnevalsumzug im Sambadrom auf. Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt wegen der Corona-Pandemie den weltberühmten Karneval. Ein neuer Termin hängt laut dem Verband der Sambaschulen davon ab, wann es eine Impfkampagne geben wird. Foto: Fabio Teixeira/ZUMA Wire/dpa

ARCHIV - Mitglieder der Sambaschule Mangueira treten bei einem Karnevalsumzug im Sambadrom auf. Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt wegen der Corona-Pandemie den weltberühmten Karneval. Ein neuer Termin hängt laut dem Verband der Sambaschulen davon ab, wann es eine Impfkampagne geben wird. Foto: Fabio Teixeira/ZUMA Wire/dpa

Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro verschiebt wegen der Corona-Pandemie den weltberühmten Karneval. Ein neuer Termin hängt laut dem Verband der Sambaschulen davon ab, wann es eine Impfkampagne geben wird, wie das Nachrichtenportal «G1» am Donnerstagabend (Ortszeit) berichtete.

Eigentlich sollte der Karneval in Rio im Februar stattfinden. "Angesichts all dieser Unsicherheit, dieser Instabilität (...) sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Veranstaltung verschoben werden muss", sagte Verbandspräsident Jorge Castanheira. Die Schulen hätten weder die Zeit noch die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen, um den Karneval im Februar auf die Beine zu stellen. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen (über 4,5 Millionen). Mehr als 139 000 Menschen sind in Brasilien im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Gewöhnlich ist es so, dass sich die Sambaschulen - kaum, dass ein Karneval zu Ende ist - schon wieder mit dem nächsten Thema, den Umzugswagen und den Kostümen beschäftigen, die sie zu den Umzügen ins Sambodrom mitbringen wollen. Jetzt würde in Rio eigentlich die heisse Phase der Vorbereitung beginnen.

Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro registrierte die Stadt Rio bis Donnerstag offiziell knapp 100 000 Infizierte, mehr als 10 000 Patienten sind bislang gestorben.

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