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Wege, an Wissen heranzukommen

Infoveranstaltung des Wirtschaftsforums Zurzibiet zum Thema «Wissens- und Technologietransfer» Das Wirtschaftsforum Zurzibiet veranstaltet regelmässig Abende, an denen über Möglichkeiten der Firmenentwicklung informiert wird. Thema der jüngsten Veranstaltung waren die Fördermassnahmen des Bundes beim Wissens- und Technologietransfer (WTT).

Angelo Zambelli

«Der Wissens- und Technologietransfer ist für die rohstoffarme Schweiz von zentraler Bedeutung», sagte Daniel Schläpfer, Präsident des Wirtschaftsforums Zurzibiet, zu Beginn der Veranstaltung in den Werkhallen der Hans Erne Metallbau AG in Leuggern. Diverse Einrichtungen und Möglichkeiten stünden der Industrie und dem Gewerbe zur Verfügung, um an Wissen und neue Technologien heranzukommen.

Ein Mehrwert entstehe jedoch nur, wenn das Angebot des Bundes und die Nachfrage der Firmen zueinander finden. Genau in diesem Punkt sieht Schläpfer die Hauptaufgabe des Forums: Den Mitgliedern die oft wenig bekannten Dienstleistungen bekannt und zugänglich zu machen.

Konkurrenzfähigkeit steigern

Thomas E. Ruppli, Koordinator des Wissens- und Technologietranfer-Konsortiums Nordwestschweiz (WKNW), orientierte die Mitglieder des Wirtschaftsforums Zurzibiet über die Dienstleistungen seiner Institution. Der Wissens- und Technologietransfer sei ein Element der Innovationspolitik des Bundes, sagte Ruppli. 2005 wurden vier WTT-Konsortien als regionale Förderagenturen gegründet. Aufgabe der Konsortien ist es, durch gezielte Massnahmen im Bereich der Innovation die Konkurrenzfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. Konkret soll dieses Ziel mit so genannten

Scouts wie dem Wirtschaftsforum Zurzibiet erreicht werden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Hochschulen wird der Wissens- und Technologietransfer in die Praxis umgesetzt. Dem Konsortium Nordwestschweiz gehören die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Baselland, Jura und Solothurn an.

Ein Instrument für die Arbeit der Konsortien bilden die Stabilisierungsmassnahmen 2009 der Förderagentur für Innovation (KTI) im Bundesamt für Berufsbildung und Technologie. Als Stabilisierungsmassnahme hat der Bund beschlossen, im laufenden Jahr auf einen Cash-Beitrag der Unternehmen bei KTI-Projekten zu verzichten.

Als Anreiz in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wurde ein Innovationscheck über 7500 Franken gewährt, der es Firmen ermöglicht, bei einer Hochschule in der Schweiz eine Kurzstudie im Umfang von 10 bis 12 Arbeitstagen in Auftrag zu geben. Die Eingabefrist für neue Förder- und Entwicklungsprojekte endet am 31. Dezember 2009.

Den Zurzibieter Unternehmern sagte Ruppli, der Bund sähe es gerne, wenn die Firmen antizyklisch handeln würden und sich dann auf die Suche nach neuem Wissen und neuen Technologien machen, wenn die Wirtschaft nicht gut laufe. Auf diese Weise seien die Firmen gerüstet, wenn sich die wirtschaftliche Situation wieder verbessere.

Die Dienstleistungsbereiche

Die Dienstleistungen des WTT-Konsortiums Nordwestschweiz sind in die Bereiche Sensibilisierung, Vermittlung und Begleitung unterteilt. Zunächst geht es um die Organisation und die Durchführung von Veranstaltungen analog derjenigen vom Dienstagabend in Leuggern. Das WTT-Konsortium Nordwestschweiz unterstützt die Unternehmen beim Lokalisieren und Einschätzen von Innovations- oder Einsparpotenzial.

Danach müssen die richtigen Know-how-Partner (Universitäten, Fachhochschulen etc.) gesucht und gefunden werden, wobei auch Partnerschaften im Ausland möglich sind. Danach werden in enger Zusammenarbeit Lösungen für eine konkrete Fragestellung gesucht. Sind Projekte aufgegleist, tritt das Wissens- und Technologietransfer-Konsortium Nordwestschweiz nur noch als Coach zwischen den Partnern auf. Weitere Aufgaben des Konsortiums sind das Coaching von Start-up-Unternehmen in der Aufbauphase sowie das Networking zur Unterstützung von Projekten.

Seit 2005 wickelte das Konsortium Nordwestschweiz 230 Firmenkontakte mit Beratung ab, evaluierte 38 Förder- und Entwicklungspartner, initiierte 49 Kooperationsverträge - darunter einen der RehaClinic in Bad Zurzach - coachte 14 Projekte und organisierte 12 Informationsveranstaltungen.

Die Kontaktaufnahme ist über den regionalen Ansprechpartner Peter Andres
(sekretariat@wfz-zurzibiet.ch) oder über wknw@unibas.ch möglich.

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