«Wechselwillige müssen sich beeilen»

Aldo und Pascal Pfister beraten von Bremgarten aus Leute, die ihre Krankenkasse wechseln wollen Rund 1,3 Millionen Versicherte suchen derzeit eine neue Krankenkasse. Die Bremgarter Experten Aldo und Pascal Pfister glauben, dass nicht alle Wechselwilligen bis Ende November eine neue Kasse finden.

Dino Nodari/Andrea Marthaler

Der Prämienschock sitzt tief. Insgesamt rechnet der Internetvergleichsdienst Comparis damit, dass rund 1,3 Millionen in diesem Jahr die Krankenkassen wechseln. Im Bremgarter Büro von Aldo und Pascal Pfister laufen die Telefone heiss. Vater und Sohn betreiben von Bremgarten aus mit ihrem Unternehmen für Finanz- und Vermögensplanung die Homepage Krankenkasseninfo.ch und beraten Wechselwillige. Seit sieben Jahren ist die Krankenkassenberatung ein Teil der Arbeit der beiden.

Anfragen stark zugenommen

In den letzten Wochen hätten die Anfragen von Wechselwilligen explosionsartig zugenommen. «Wer jetzt noch die Kasse wechseln will, muss sich beeilen», erklärt Aldo Pfister. Es bleiben nur noch rund vier Wochen. Pfisters gehen davon aus, dass nicht alle Wechselwilligen bis Ende November die Kasse wechseln können. Und danach die Faust im Sack machen müssen.

Durch die Diskussion um die Prämienerhöhung seien sehr viele Leute verunsichert. In den vergangenen Jahren sei das Thema Krankenkassenwechsel früher aufgegriffen worden. «Bis jetzt aber sind die Versicherten in einer starren Wartehaltung verblieben. Sie wollten ja keinen Fehler machen», so Aldo Pfister. Ein Problem sei auch, dass die Leute das Gesundheitssystem nicht mehr durchschauen, davor resignieren und hohe Prämien einfach so akzeptieren. Das müsse aber nicht sein. Aldo Pfister habe seine Krankenkasse bisher schon mehrere Male gewechselt.

Sparpotenzial abklären

Grundsätzlich sei ein Kassenwechsel angezeigt, wenn man sparen wolle oder Leistungen nachfrage, die im Moment nicht abgedeckt seien. «Wichtig ist, dass man für die Prämien eine auf sich zugeschnittene Leistung erhält», erklärt Pascal Pfister. Grundsätzlich empfehlen die beiden, sich alle drei bis fünf Jahre einmal bei den Kassen umzusehen.

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