Wasserleitung bringts nicht mehr

Der Verkehr Richtung Olten wird in Oensingen über die Kestenholzstrasse umgeleitet. (Bild: Oliver Menge)

Strasse.jpg

Der Verkehr Richtung Olten wird in Oensingen über die Kestenholzstrasse umgeleitet. (Bild: Oliver Menge)

In Oensingen muss die teilweise über 100-jährige Wasserleitung der Kantonsstrasse ersetzt werden. Gleichzeitig will der Kanton den Strassenbelag sanieren. Das macht eine viermonatige Verkehrsumleitung nötig und bringt Einschränkungen für die Anstösser.

Armand Rindlisbacher

In Oensingen wird ab nächstem Montag gross gebaut: Die Kantonsstrasse zwischen dem Tea-Room Knaus und der Garage Dubach wird bis Anfang September gesperrt. Grund: Die Wasserleitung im erwähnten Abschnitt muss ersetzt werden. Und weil auch der Strassenbelag nicht mehr jüngeren Datums ist, Unebenheiten und zahlreiche Flickstellen aufweist, soll auch die Hauptstrasse respektive Oltenstrasse in diesem Bereich auf einer Länge von rund 300 Meter vollständig saniert werden.

Kein Wunder: Der Bau der ersten Anlagen einer allgemeinen Wasserversorgung in Oensingen geht auf das Jahr 1903 zurück. Und so alt dürfte auch die in der Kantonsstrasse verlaufende Hauptleitung im Unterdorf sein. So kam es in letzter Zeit vermehrt zu Leitungsbrüchen mit hohen Reparaturkosten.

Gemeinde zahlt halbe Million

Mit der Sanierung einher geht eine viermonatige Verkehrsumleitung. Der Verkehr Richtung Solothurn wird wie gewohnt auf der Oltenstrasse/Hauptstrasse an der Baustelle vorbei geführt. In Richtung Olten werden die Fahrzeuge dagegen via Kestenholzstrasse, Kronengasse und Bifangweg umgeleitet. Auf der Umfahrungsachse gilt während der ganzen Bauphase Tempo 30. Die Bushaltestelle beim Bauamt Richtung Solothurn bleibt bestehen, in Richtung Olten wird sie an die Kreuzung Kronengasse/Bifangweg verlegt, mit zeitweise eingeschränktem Zugang.

Die Bauleitung ist bestrebt, die Zufahrten zu den privaten Liegenschaften und Parkplätzen während den Werkleitungsarbeiten grösstenteils zugänglich zu halten. Dagegen muss damit gerechnet werden, dass einzelne Zufahrten während den Belagssanierungsarbeiten über einen längeren Zeitraum nicht benutzt werden können. Es ist vorgesehen, den betroffenen Anstössern auf dem Rössliplatz Parkersatz anzubieten. Die Feder-führung für die Ausführungsarbeiten obliegt dem Kreisbauamt II aus Olten. Ansprechpartner für den Wasserleitungsersatz ist das Ingenieurbüro BSB + Partner in Oensingen.

Es wird mit Kosten von total 600 000 Franken gerechnet, wovon 424 000 Franken auf die Gemeinde entfallen. Darin eingeschlossen sind eventuell zu ersetzende Hausanschlüsse sowie der Gemeindeanteil an die Strassensanierung von 74 000 Franken (rund 30 Prozent). An die reinen Aufwendungen für den Wasserleitungsersatz leistet die Solothurnische Gebäudeversicherungen einen Beitrag von 12 Prozent oder zirka 40 000 Franken. Die Gemeinde zahlt also insgesamt eine halbe Million Franken.

Meistgesehen

Artboard 1