Die Renaturierung der Aue Rietheim ist Teil des Auenschutzprogramms des Kantons. Die mittelfristigen Renaturierungsmassnahmen umfassen die Öffnung des südlichen Rhein-Seitenarmes «Chly Rhy», die Wiederherstellung seines ursprünglich breit ausgebildeten Mündungsdeltas in den Rhein sowie das Anlegen von Stillgewässern.

An einer Informationsveranstaltung gestern Donnerstagabend haben Regierungsrat Peter C. Beyeler, die Projektverantwortlichen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) sowie Mitglieder des Gemeinderats die Bevölkerung über das Auenprojekt im Rietheimer Feld informiert. Vorgestellt wurden die Ergebnisse einer Hochwasserstudie, die zeigen, dass die Renaturierung der Auenlandschaft in Rietheim sowie die Wiederherstellung eines Rhein-Seitenarms im Gebiet «Chly Rhy» machbar sind. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes wird im Gutachten empfohlen, im Einlaufbereich des renaturierten Gewässers zwei bis vier Durchlässe einzubauen. Dies, um das Wasser aus dem Rhein in den Seitenarm künftig natürlich zu regulieren und den Landstrich vor Überschwemmungen zu schützen.

Gespräche werden fortgeführt

Die definitive Ausgestaltung des Projekts ist Gegenstand intensiver Gespräche zwischen den Verantwortlichen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, den Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung, dem Rietheimer Gemeinderat sowie der Pro Natura Aargau. Für den Erfolg des Projekts ist laut Peter C. Beyeler entscheidend, die Anliegen der verschiedenen Nutzergruppen in einem Mediationsprozess so optimal wie möglich aufeinander abzustimmen.

Die renaturierte Auenlandschaft in Rietheim soll Mensch und Natur gleichermassen zugute kommen. Für die Bevölkerung der Umgebung kann gemäss Regierungsrat Beyeler ein einzigartiges Naherholungsgebiet entstehen, von dem letztlich auch die Gemeinde profitieren werde. (az)