Vornamen
Was Vornamen über unser Liebesleben verraten

Was Vornamen über Treue, Sex und IQ verraten können, lässt sich in einem neuen Buch nachlesen. Mit einem rein praxisbezogenen Ansatz, der jeglicher Theorie entbehre, wie der Autor Clemens Beöthy – zum Glück – betont.

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Kann man wirklich schon am Namen erkennen, welche Eigenschaften ein Mann oder eine Frau hat? Ob er treu ist oder eine Flirtmaschine? Man kann es. Davon jedenfalls ist der deutsche Beziehungscoach Clemens Beöthy überzeugt. «In Tausenden von Coaching-Gesprächen habe ich bemerkt, dass Träger bestimmter Namen oft dieselben Eigenarten und Verhaltensweisen haben», erklärt er. Schliesslich erfuhr er da unter anderem, in welchen charakteristischen Schemata die einzelnen Namen in ihren Beziehungen gefangen waren, welche intimen Wünsche sie hegten, wie sie sich trennten, welche Strategien und Wege sie nutzen, sich wieder neu zu verbandeln.

Man braucht dazu nicht einmal ein Coach zu sein, um selbst auf solche Schlüsse zu kommen. Hat man nicht schon immer eher schwierige Erfahrungen mit Ritas gehabt, dafür einen guten Draht zu Männern namens Peter?

Im Buch «Heirate niemals einen Udo» verrät Beöthy die Liebeseigenschaften von 50 Vornamen von Männern und Frauen aus dem deutschsprachigen Raum. Von Stefan zum Beispiel, dem Spassmacher. Ein Typ, der nichts mehr hasse als Langeweile - auch in der Beziehung. Gegen Andreas spricht, dass sie eher zur Bequemlichkeit neigen, obwohl sie ganz sportlich und hübsch seien. Erst lassen sie sich möglichst lange von der Mutter verwöhnen, bis dann diese Rolle die Ehefrau übernimmt. Da habe man mit einem Peter mehr Glück, ist Clemens Beöthy der Meinung. Sie sind Himmelstürmer, übernehmen gerne Verantwortung und verschaffen sich so Respekt. Peter sind zwar selten klassisch schön, dafür interessante Männer.

Kämpfernaturen sind hingegen die Barbaras. Der Ehrgeiz, den sie früh entwickelt haben, bringt sie beruflich oft sehr weit, stellte der Autor fest. Und die Claudias? Ehrliche Frauen, ohne extreme Charakterzüge, gesellig, aber keine Partylöwinnen. Abgesehen davon, dass ihnen das Wohl der Familie und Freunde am Herzen liegt, parken sie schlecht ein und haben einen Schuhfimmel.

Dass man einen Mann oder eine Frau gleich abschiessen soll, nur weil die Person den «falschen» Namen trägt, dazu rät der Autor dann doch nicht. Ähnlich wie bei Sternzeichen findet man bei jedem Namen einen Charakterzug, der passt. Das kann durchaus hilfreich sein, wenn man gerade dabei ist, sich auf einen Markus oder Stefanie einzulassen. Zumindest aber ist die Lektüre unterhaltsam. (sc)

Clemens Beöthy Heirate niemals einen Udo. Knaur-Verlag. 414 Seiten, Fr. 17.50.