Claudia Landolt Starck

In der Kaserne Aarau hüllt man sich in Schweigen. Weder der Betriebsleiter noch das Schulkommando oder die Krankenstation wollen Stellung nehmen zu den Vorfällen auf dem Waffenplatz Chur: «Wir dürfen nichts sagen!», heisst es einhellig.

Klar ist jedoch: Die Erkrankten werden unter Quarantäne gestellt. In den Krankenstationen sei genügend Platz vorhanden, auch in der Kaserne Aarau, wie ein Armeeangehöriger gegenüber a-z.ch sagte.

Der Chef Infodienst der Armee, Christian Brunner,teilt auf Anfrage mit:«Es gibt keinen speziellen Pandemie-Plan für einzelne Armeestandorte.Im übrigen befolgt die Armee die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) bereits seit Mai dieses Jahres.» Auch impfen können sich Rekruten seit der dritten Rekrutenschule 2009 - freiwillig.

Sollten die Kapazitäten der einzelnen Lazarette jedoch überlastet sein, sucht die Armee in Absprache mit den Kantonsärzten nach anderen Möglichkeiten. «Dies ist allerdings hypothetisch», so Christian Brunner.

a-z.ch weiss: Schutzmasken wurden in jeder RS und in jedem WK verteilt, auch in der Truppenübung «Protektor» Ende August. Doch die Soldaten hätten sie nur im Hosensack herumgetragen, heisst es aus vertraulichen Quellen. Auch die Desinfektionsmittel wurden nicht an allen Standorten verteilt. Eines aber ist allen Armeeangehörigen klar: Händeschütteln gilt nicht mehr. Seit diesem Frühsommer zumindest ist es in Armeekreisen tabu.