Gesamtweltcup

Warum unser «Iceman» die grosse Kristallkugel holt

46 Punkte liegt der Österreicher Benjamin Raich im Duell um den Sieg des Gesamtweltcups vor Carlo Janka. Vier Rennen gilt es kommendes Wochenende in Garmisch-Partenkirchen noch zu absolvieren. Fährt Jancka morgen eine gute Abfahrt, rückt die Kugel näher.

Noch vier Rennen und dann steht der Sieger des Gesamtweltcups fest. Derzeit liegt der Österreicher Benjamin Raich knapp mit 46 Punkten vor dem Walliser Carlo Janka. Das Duell spitzt sich zu - jeder Punkt zählt. Benjamin Raich hat 1019 Punkte und Carlo Janka 973 Punkte.

Ab morgen Mittwoch werden in Garmisch-Partenkirchen Rennen in allen vier Disziplinen gefahren (Abfahrt, Slalom, Riesenslalom, Super-G). Wie sieht die Saisonstatistik der beiden Skistars aus und was spricht zusätzlich noch für unseren «Iceman»?

In der Abfahrt hat Janka die Nase ganz klar vorn und führt mit 348 zu 0 Punkten. Deshalb ist es wichtig, dass der Schweizer bei der morgigen Abfahrt möglichst weit nach vorne fährt. Im heutigen Training hatte Janka noch Mühe und wurde nur 15. Kommt er morgen unter die ersten Fünt, dürfte er an Raich vorbeiziehen und somit den Druck auf  den österreichischen Routinier erhöhen.

Im Super-G vom Donnerstag und im Riesenslalom vom Freitag sollte Janka den Österreicher in Schach halten. In der Saisonbilanz hat Raich in beiden Disziplinen die Nase zwar leich vorn. Bloss: Der Schweizer ist in Bobenform. In Kvitfjell war Janka vorne mit dabei, in Vancouver gewann er Olympiagold im Riesenslalom. Beni Raich dagegen stürzte ab.

Dazu kommt: In Garmisch bekommen nur die ersten 15 Punkte. Im Super-G und in der Abfahrt wird es für Raich daher sehr eng, im Riesen wird es für ein paar Pünktchen reichen. Doch hier wird Janka zeigen, weshalb er Olympiasieger geworden ist.

Damit dürfte Janka am Samstag mit einem Punktevorsprung in den Slalom steigen und so bei Raich die Nervosität erhöhen. Angespannte Nerven sind im Slalom aber Gift.

Der Druck auf Raichs Schultern ist sicherlich viel höher. Mit seinen 32 Jahren hat er nicht mehr endlos Zeit, den Gesamtweltcup nach 2006 noch einmal zu gewinnen. Carlo «Iceman» Janka ist noch jung (23) und macht sich deshalb auch keinen Stress. Er habe noch viel Zeit, sagte er.

Carlo Janka ist der Jäger, schlicht die bessere Ausgangslage. Und Aktionen, wie die letzte der Österreicher, als sie Janka aufgrund eines vermeintlichen Fehlstarts disqualifizieren lassen wollten, zeigt, wie nervös unsere Nachbarn sind. Daher die Prognose: Janka wird es packen.(skh)

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