Warum Aaraus Innenstadt einen Frühlingsputz braucht

Bei Schnee und Minustemperaturen bleiben die Strassenwischmaschinen im Werkhof. Seit gestern sind sie in den Aarauer Quartieren wieder auf Putztour. Denn: Kaum ist der Schnee weg, sind die Strassenreiniger in Aarau unterwegs.

Drucken
Teilen
Frühlingsputz auf Strassen

Frühlingsputz auf Strassen

Irena Jurinak

Eine Woche braucht Thomas Berger, Betriebspraktiker im Werkhof Aarau, bis die Strassen im Zelgliquartier wieder blitzsauber sind. Mit seiner Wischmaschine fährt er alle Trottoirs und Strassen ab. Damit jede Ecke sauber wird, stellt Berger befristete Parkverbote am Strassenrand auf. «Wir sind froh, wenn die Leute sich daran halten.»

Vor allem an stürmischen Wintertagen landet viel Material auf den Strassen, das liegen bleibt, wenn es zu schneien beginnt. Erst nach der Schneeschmelze kommen Äste, Blätter, Feinstaub und Gummiabrieb wieder ans Tageslicht, ab und zu liegt auch eine leere Bierflasche am Strassenrand. Sie ist für Bergers Wischmaschine kein Pro-blem, sie wird von den rotierenden Besen aufgewischt und landet im Abfallbehälter, der bis zu 2 Kubik Unrat fasst. «Champa-gnerflaschen sind allerdings zu schwer, die sammle ich von Hand ein», erzählt Berger.

Innenstadt ist am dreckigsten

Bis zu acht Werkhof-Mitarbeiter sorgen in Aarau für saubere Strassen. In der Innenstadt – Igelweid, am Graben und in der Altstadt – sind die Putzequipen täglich unterwegs. An sieben Tagen in der Woche räumen sie auf drei Reinigungstouren mit Elektrowagen auf. «In der Innenstadt hat es am meisten Dreck», sagt Markus Vogel, Vorarbeiter im Werkhof. Seine Mitarbeiter leisten auch Wochenenddienst, bei Scherben oder einem Verkehrsunfall rücken sie aus – letztes Wochenende, um von randalierenden Hooligans verursachte Glasscherben auf der hinteren Bahnhofstrasse zu entfernen.

Im Winter gefriert Putzwasser

In den Quartieren wird ein Mal wöchentlich gereinigt, eine Reinigungstour dauert hier bis zu einer Woche. «Normalerweise machen wir ein Quartier nach dem anderen», erklärt Vogel. «Schneit es, muss man wieder von vorne anfangen.» Denn bei Schnee und Minustemperaturen bleiben die Wischmaschinen im Werkhof, weil sie den Schnee mitwischen würden und das Putzwasser gefriert. «Wir könnten zwar auch trocken wischen, aber das machen wir nicht, weil das den Staub aufwirbelt», sagt Vogel. Zudem leisten die Werkhofmitarbeiter bei Schnee Winterdienst.

So könne es vorkommen, dass wegen des strengen Winters in manchen Quartieren seit vier oder fünf Wochen nicht geputzt werden konnte, vereinzelt sogar seit Weihnachten. «Wir waren aber während des ganzen Winters unterwegs.»

Aktuelle Nachrichten