Müller
Walter Andreas Müller rührt für Exit die Werbetrommel

Die Sterbehilfeorganisation Exit lässt Kurzfilme über die Fernsehsender laufen. Darin sprechen sich Prominente für Selbstbestimmung aus.

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Walter Andreas Müller sitzt auf seinem Stuhl. Er wirkt ruhig und besonnen. Dann erzählt der Schauspieler 45 Sekunden lang eine Geschichte aus seinem Leben (siehe Video).

Daraufhin spielt die Regie den folgenden Text ein: «Selbstbestimmung: Im Leben und im Sterben.» Dieser Werbespot der Sterbehilfeorganisation läuft seit Tagen auf SF, Tele Züri und ist auch auf der Homepage des Vereins zu sehen.

Grund des Spots: Exit will Bundesrat und Parlament aufrütteln. Die Organisation befürchtet, dass Evelyn Widmer-Schlumpf auf eine Beschneidung der Selbstbestimmungsrechte hinarbeitet - auch in der Frage der Sterbehilfe.

Deshalb sollen die Politiker durch den Spot die Nöte der Menschen am Lebensende besser verstehen lernen. Durch die Spots erhofft sich Exit, dass Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf bis Ende Jahr noch «eine menschlichere Lösung als die bisher vorgeschlagene» findet.

Auch Christa de Carouge hilft Exit

Den Spot findet Exit auch deshalb nötig, weil Meinungsforscher und Vernehmlassungen zur fachlichen Freitodhilfe gezeigt hätten, dass die Bevölkerung die Selbstbestimmung am Lebensende wünscht.

Derweil ist Müller nicht der einzige Prominente, der mit Exit zusammenarbeitet. So setzen sich neben dem Schauspieler auch Modemacherin Christa de Carouge, Ex-Fussballtrainer Timo Konietzka und Radiofrau Elisabeth Schnell für die Selbstbestimmungsrechte ein.

Regie führte Rolf Lyssy. Er wurde berühmt durch den Film «Schweizermacher» und kämpfte an vorderster Front für die Freilassung von Roman Polanski. Finanziert werde die Kampagne durch eine explizit für diesen Zweck geflossene private Grossspende.