Kommando

Von Hürzeler zu Kohler

Zum Abschied: Der scheidende Kommandant wurde auf dem 200-jährigen Handspritzenwagen herumkutschiert. Joseef Tschan

Abschied

Zum Abschied: Der scheidende Kommandant wurde auf dem 200-jährigen Handspritzenwagen herumkutschiert. Joseef Tschan

Begeisterung lösten der ungewöhnlich gestaltete Abschied vom Kommandanten der Feuerwehr Mümliswil-Ramiswil und der Blick auf deren technische Entwicklung aus. Nicht ganz sorgenfrei ist die Lage beim Sollbestand.

Josef Tschan

An der Hauptübung führte die Feuerwehr ihre diversen Fahrzeuge vor. Christoph Kohler gab viel über deren Ausrüstung bekannt und wie die einzelnen Mittel heute eingesetzt werden. In einer Art Modenschau führte dann Bruno Dobler die persönliche Ausrüstung der Feuerwehr seit dem 19. Jahrhundert vor. Die «hagebuchigen» Feuerwehrler mit ihren blauen Zwilchhosen und dem schwarzen Filzkittel liessen das Publikum schmunzeln.

Umgekehrt staunte man über die moderne Ausrüstung mit Atemschutzgerät und «Nomex»-Anzug. Der Einsatz der Handfeuerwehrspritze, die in diesem Jahr ihren 200. Geburtstag feiern kann, war ein besonderer Augenschmaus.

Gezogen von zwei Pferden marschierten ehemalige Feuerwehrkameraden auf dem extra eingerichteten Brandplatz ein. Das Publikum musste bei der Kesselreihe vom Bach bis zur Spritze sowie beim Pumpen tatkräftig mithelfen und war erstaunt darüber, wie effektiv die Handspritze auch heute noch ist.

Sollbestand als Ziel

Nach einem kleinen Apéro beim Feuerwehrmagazin hielt Kommandant Beat Hürzeler kurz Rückschau auf das bewegte Feuerwehr-Jahr. «Mit einem lachenden und einem weinenden Auge kann ich heute symbolisch das Kommando der Feuerwehr Mümliswil-Ramiswil weitergeben», führte Hürzeler aus.

In der Person von Lorenz Kohler habe man einen fähigen und motivierten Kandidaten gefunden. Kohler werde im November seine Ausbildung zum Kommandanten abschliessen und, falls er vom Gemeinderat definitiv gewählt wird, ab 1. Januar 2010 die Feuerwehr führen.

Lorenz Kohler dankte den Behörden und seinen Kameraden für das Vertrauen und würdigte in einer kurzen Laudatio das unermüdliche Schaffen seines Vorgängers. Er wies aber auch auf seine Aufgaben hin: «Als oberstes Ziel sehe ich für mich, den Sollbestand wieder auf 41 Personen zu bringen», erklärte Kohler.

Denn es erfolgen einerseits Austritte aufgrund des Alters, anderseits ziehen Feuerwehrmänner aus dem Dorf weg, wodurch der Bestand per Ende Jahr auf kritische 30 Personen sinken wird. Schliesslich wurde noch - für ihn selbst überraschend - Fourier Peter Teutschmann für sein grosses Engagement zum Adjudanten befördert.

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