Villeneuve VD

Von allen guten Geistern verlassen? Priesterschüler spaziert nach Unfall auf A9

Ob der Mann eventuell unter Einfluss von Alkohol stand, gab die Polizei nicht bekannt. (Symbolbild)

Ob der Mann eventuell unter Einfluss von Alkohol stand, gab die Polizei nicht bekannt. (Symbolbild)

Nach einem Auffahrunfall ist auf der A9 bei Villeneuve VD ist ein polnischer Priesterschüler seelenruhig einen Kilometer auf der Autobahn spaziert. Seinen Wagen liess er zurück.

Ein katholischer Geistlicher hat am Dienstagnachmittag auf der Autobahn A9 zwischen Rennaz und Villeneuve im Waadtland gleich mehrere Schutzengel für sich beansprucht. Nachdem er einen Auffahrunfall unverletzt überstanden hatte, spazierte er auf der Autobahn davon.

Der 29-jährige polnische Staatsangehörige war um 16.30 Uhr in das vorausfahrende Auto gefahren, nachdem sich der Verkehr verlangsamt hatte, wie Pierre-Olivier Gaudard, Mediensprecher der Waadtländer Kantonspolizei, am Mittwoch der Nachrichtenagentur sda sagte. Er bestätigt damit einen Bericht von "20 minutes".

Darauf marschierte der Priesterschüler knapp einen Kilometer auf der Autobahn und ging danach über Weinberge in Richtung Villeneuve hinunter. Die Polizei konnte ihn kurz später in der Nähe einer Schule anhalten, wie Gaudard sagte.

Das Auto hinterliess er auf der Autobahn nach dem Motto "nach uns die Sintflut": Er zog weder die Handbremse noch achtete er darauf, dass ein Gang eingerastet war. Das Fahrzeug geriet prompt in Bewegung und stiess mit dem Auto dahinter zusammen. Schliesslich blieb es auf der Autobahn stehen.

Verletzt wurde niemand. Die Polizei entzog dem Priesterschüler den Führerausweis und zeigte ihn bei der Staatsanwaltschaft an. Die Polizei machte keine Angaben dazu, ob der Mann unter dem Einfluss von Alkohol stand oder nicht. Dazu laufe eine Untersuchung.

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