Voller Einsatz für das neue «Point»

Voller Einsatz für das neue «Point»

Voller Einsatz für das neue «Point»

In Windisch arbeiten Jugendliche an ihrem Treff im Schützenhaus. Die momentane Lokalität des Jugendtreffs «Point» wird abgebrochen und im Schützenhaus entsteht das neue «Point». Dazu wurde vom Einwohnerrat ein Kredit von 300 000 Franken für den Umbau bewilligt.

Es kracht im Schützenhaus Windisch. Nicht verwunderlich an einem Ort, wo stets geschossen wurde. Nur stammt der ohrenbetäubende Lärm nicht von Gewehrschüssen, sondern von Beilschlägen auf die hölzerne Täferung. Leutrim setzt seine volle Kraft ein. Auf dem Boden liegt bereits ein Stapel von herausgebrochenem Holz. «In einer Stunde haben wir das alles herausgerissen», bemerkt Kushtrim stolz.

Ein ehrgeiziges Ziel

Die beiden Jugendlichen setzen sich bei einer ungewöhnliche Aktion mit einem ehrgeizigen Ziel ein: Im einstigen Schützenhaus soll ein gemütlicher, schöner Jugendtreff eingerichtet werden. Die momentane Lokalität des Jugendtreffs «Point» wird abgebrochen und im Schützenhaus entsteht das neue «Point». Dazu wurde vom Einwohnerrat ein Kredit von 300 000 Franken für den Umbau bewilligt.

Unter der Anleitung von Ueli Rüegg, Architekt und Bauleiter des Umbaus, werden die Rückbauarbeiten von den Jugendlichen selbst vorgenommen. Dazu haben sich am Samstagnachmittag rund zehn bekannte Gesichter aus dem «Point» eingefunden. «Es soll auch etwas Eigenes sein», erklärt Nikolaus Senger, Jugendarbeiter von Windisch. Was sie selbst machen können, wollen sie aus eigener Kraft erledigen. Es gibt keinen festen Arbeitsplan. Trotzdem ist immer etwas im Gange. «Ueli, was kann ich machen?», ruft Luca. Und schon werden weitere Bauelemente herausgerissen.

Noch ist es dunkel und kalt im Schützenhaus, der Boden ist übersät mit Sperrgut. «Nik, wie willst du da tanzen?», fragt ein Jugendlicher konsterniert. «Tanzen kannst du überall, im Bus, auf der Strasse», motiviert Senger die freiwilligen Helfer, die alle zwischen 14 und 19 Jahre alt sind. «Zuerst müssen wir eine Heizung einrichten», bemerkt jemand. Recht hat er, denn die eisige Kälte im Schützenhaus lässt keine Wahl: Entweder arbeitet man, oder die Finger werden klamm.

Klare Vorstellungen

Bei einer Tasse heissem Punsch wärmen sich Patrik und Mustafa. Sie sind sich einig: «Wir müssen den Billardtisch unbedingt mitnehmen.» Man stellt sich vor, wie es später sein könnte. «Eine Fensterfront im Panoramaformat soll dem Tageslicht Eintritt gewähren», erklärt
Rüegg. Zudem werde das Gebäude gut isoliert, und die sanitären Anlagen werden instand gesetzt. Auch eine Küche wird eingerichtet. Gemütliche Sofas dürfen bestimmt nicht fehlen, da sind sich alle einig. Doch bis es warm wird im neuen Treff, freuen sich alle auf den Feierabend zu Hause in der geheizten Stube. (tab)

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