Volg zügelt in grösseres Lokal

Ein Flyer der Schweizerischen Post verrät es, noch bevor das Baugesuch aufliegt: Der Volg Oberkulm zieht wegen schmaler Gänge und gefährlicher Parksituation in ein neues Lokal auf dem Gelände der Larotech.

Merken
Drucken
Teilen
Volg Oberkulm

Volg Oberkulm

Aargauer Zeitung

Irena Jurinak

Regale mit frischem Gemüse und Früchten stehen normalerweise gleich beim Eingang in den Volg-Läden. In Oberkulm ist das wegen der Raumaufteilung nicht möglich. Die Landi Mittleres Wynental, Betreiberin des Ladens, suchte seit längerem nach einem neuen Lokal.

Ein Flyer der Post verriet nun, dass die Landi fündig geworden ist. Der Volg zieht nächstes Jahr in ein neues Ladenlokal auf dem Gelände der Larotech AG an der Unterfeldstrasse.

Spitex bleibt weiterhin in Oberkulm

Bisherige Mieterin der Räume an der Unterfeldstrasse war die Spitex Mittleres Wynental. Seit 1996 hatte sie im ehemaligen Ballygebäude Büros und Behandlungsräume. Anfang Dezember zieht die Spitex nun an den Schrägweg 14a in Oberkulm, teilt Jakob Faes, Leiter Spitex und Alterszentrum Mittleres Wynental, auf Anfrage mit. Der neue Standort sei nur rund 200 Meter Luftlinie von den bisherigen Räumlichkeiten entfernt. Die Spitex mietet in einer neuen Überbauung am Schrägweg eine Wohnung im Parterre, die Räume sind rollstuhlgängig. Gezügelt wird am 3. und 4. Dezember, das Büro ist an diesen Tagen geschlossen. Der Spitex-Dienst bei den Kunden zu Hause ist aber an diesen Daten trotzdem gewährleistet. Ab 7. Dezember sind die Büros und Behandlungsräume am Schrägweg geöffnet. (ju)

Baugesuch ist unterwegs

Die Larotech plant im ehemaligen Ballygebäude, in dem bisher die Spitex eingemietet war, einen Erweiterungsbau. Dort zieht der Volg als neuer Mieter ein. Bereits einen alternativen Standort hat die Spitex gefunden (siehe Box). In den nächsten Tagen reicht die Firma Larotech, die Garagen- und Industrietore herstellt und das Gelände vor fünf Jahren erworben hatte, das Baugesuch ein.

Aus zwei Läden wurde einer

Vor rund acht Jahren bezog der Volg die Räume an der Hauptstrasse, in denen vorher eine Metzgerei und ein Velohändler untergebracht waren. Aus zwei Läden wurde damals einer. Die Raumaufteilung ist für den Volg nicht ideal. Die Platzverhältnisse sind eng, in den Lagerräumen stösst man an die Grenzen und ein Umbau ist nicht möglich. «Wir können im Laden keine Wände abreissen, weil sie tragend sind», erklärt Peter Stalder, Geschäftsführer der Landi Mittleres Wynental.

Der Gang, der die beiden Verkaufsräume verbindet, ist sehr schmal, Kunden kommen dort kaum aneinander vorbei. Im Verkaufsraum konnte der Backofen nicht wie in anderen Volg-Läden direkt neben dem Brotregal platziert werden. «Und die Verkäuferin sitzt mit Blick zum Fenster und sieht nicht, was hinter ihrem Rücken im Laden passiert.» Kopfzerbrechen bereiteten Stalder zudem die Parkplätze vor dem Volg. Diese liegen direkt an den Gleisen der Wynen- und Suhrentalbahn - ohne Abschrankung. Rückwärts fahrende Autos geraten so auf die Schienen. «Durch den neu eingeführten Viertelstundentakt der WSB kann es zu problematischen Situationen kommen.»

Volg kriegt mehr Ladenfläche

Stalders Fazit: Der alte Standort war ausgereizt, um den Laden zu optimieren, blieb nur ein Umzug. Bei der Suche nach Alternativen sei klar gewesen, dass man in Oberkulm bleiben wollte. Die Landi Mittleres Wynental führt insgesamt fünf Volg-Läden: in Gontenschwil, Zetzwil und Teufenthal in eigenen Gebäuden, in Moosleerau und Oberkulm in gemieteten Ladenräumen. Mitte nächsten Jahres will Peter Stalder den neuen Volg eröffnen. Die Ladenfläche, die am derzeitigen Standort rund 165 Quadratmeter misst, wird auf über 200 Quadratmeter erweitert. Ausserdem werden die Öffnungszeiten angepasst.

Die Landi erhofft sich vom neuen Laden sowie von der Zusammenarbeit mit der Post eine Umsatzsteigerung. Denn die Postfiliale Oberkulm wird geschlossen und ab Herbst 2010 als Agentur im Volg integriert (siehe Artikel unten).