Volg Sins geht Ende Monat zu

Der Volg-Laden in Sins wird bereits am 30. Juni geschlossen. «Sehr schnell», wie Daniel Strebel, Geschäftsführer der Landi Freiamt, einräumt.

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Volg Sins geht Ende Monat zu

Volg Sins geht Ende Monat zu

Eddy Schambron

Der Grund für die kurzfristige Schliessung liegt darin, dass die Landi Freiamt den drei Mitarbeiterinnen gleich wieder eine Stelle anbieten kann. «Das ist für uns wichtig», betont Strebel. Der Laden soll anschliessend verkauft oder allenfalls vermietet werden; die Landi Freiamt ist Stockwerkeigentümerin.

Coop zu stark

Der Sinser Volg-Laden hatte schon länger zu kämpfen, erklärt Strebel. Mit langen Öffnungszeiten habe man zwar den Umsatz um 20 Prozent und die Kundenfrequenz um 30 Prozent steigern können, aber die Neueröffnung des Coop «im Cherne» in unmittelbarer Nähe gab dem Volg-Laden den Todesstoss.

«Das Sortiment ist sehr ähnlich, da konnten wir nicht mehr mithalten», führt Strebel aus. Der Umsatz fiel unter die magische 1-Mio.- Franken-Grenze, sodass die Landi die Segel streichen musste. «Das ist sehr schade für unsere Stammkunden, aber uns bleibt keine Wahl.»

Auch Ausbau

Zwar sei es hart, in einem Jahr gleich zwei Volg-Läden zu schliessen (Remetschwil geht Ende Jahr zu). «Aber wir glauben trotzdem an den Dorfladen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen», betont Strebel. So wird in Dietwil ein neuer Standort an der Hauptstrasse in Betracht gezogen. Und in Stetten kann eine Neueröffnung vermeldet werden.

In Mühlau sei die Entwicklung positiv, die Umsatzentwicklung stimme. «Gut wäre es, wenn wir die Parkierungssituation verbessern könnten.» Positiv sei auch die Entwicklung der Volg-Läden in Oberrüti und Beinwil.

«Wir spüren, dass wir in den Dörfern willkommen sind und dass uns sowohl die Behörden als auch die Bevölkerung unterstützen.» In den nächsten zwei Jahren würden sicher keine Schliessungen von Volg-Läden zur Diskussion stehen.

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