Wingsuit
« Vogelmann» Corliss fliegt mit 160 km/h durch die Fels-Schlucht

4.5 Meter Breite beim schmalsten Punkt, rechts und links hohe Felsen – Jeb Corliss flog mit seinem Wingsuit mit 160 km/h durch eine extrem schmale Schlucht in China. Bei seinen Trainingsversuchen scheiterte er bei 50% der Sprünge.

Roman Michel
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Jeb Corliss beim Eingang in die enge Schlucht.

Jeb Corliss beim Eingang in die enge Schlucht.

Screenshot Youtube

«Ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie solche Angst», sagte Jeb Corliss gegenüber «NBC News». Ein Sprung vom Eiffelturm in Paris oder von der Cristo-Statue in Rio de Janeiro - Corliss ist bekannt für seine Flug-Stunts mit dem Wingsuit.

Nun begeisterte er auch China mit einer waghalsigen Aktion: Nach einem Sprung aus dem Helikopter flog er durch ein enges Tal des Langshan-Gebirges in der chinesischen Zhejiang-Provinz. Nur gerade 4.5 Meter breit ist der schmalste Punkt zwischen den hohen Felsen auf beiden Seiten.

300 Meter lang ist die Stelle. Unglaublich: Mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h raste die «menschliche Fledermaus» durch das Tal. «Das war das Schwierigste, was ich je gemacht habe», sagte Corliss. Nur bei der Landung auf einem schmalen Wanderweg holte sich Corliss nicht die besten Stilnoten.

Die Aktion wurde vom chinesischen Fernsehen live übertragen, Hunderte von Schaulustigen verfolgten das Spektakel vor Ort.

Chance 50:50

Der Amerikaner bereitete sich mit einer Computersimulation auf seinen Auftritt vor. Bei seinen Probesprüngen in Ungarn trug er eine Brille, welche ihm 3-D Bilder der chinesischen Schlucht zeigte. «Ich würde sagen, dass ich die Felswand beim Üben 50 Prozent der Zeit touchierte», sagt er. Jeb Corliss ist auch in der Schweiz kein Unbekannter: 2011 startete er einen seiner Flüge auf dem Churfirstengipfel.