Zivilstandsbeamte
«Visitenkarte einer Gemeindeverwaltung»

Der Zivilstandskreis Affoltern war Gastgeber der diesjährigen Generalversammlung des Zürcherischen Verbands der Zivilstandsbeamten. 73 Mitglieder fanden am Mittwochabend in den Kasinosaal.

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Zivilstandsbeamte

Zivilstandsbeamte

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

«Zivilstandsbeamte haben weltweit dieselben Sorgen und Probleme», so Daniel Bugeda, Präsident des Zürcherischen Verbands der Zivilstandsbeamtinnen und Zivilstandsbeamten. Zur Erheiterung der Versammlung zeigt er dazu Zeitungsberichte über eine Frau, die in Ägypten die erste Zivilstandsbeamtin werden wollte, sowie über einen Kenyaner mit 130 Frauen. Die Anforderungen an Planung und Steuerung nehmen stetig zu. Der Zivilstandsbeamte wird täglich mit immer komplexer werdenden Fällen konfrontiert. Trotzdem schafft er es in aller Regel, Zivilstandsereignisse leise, termingerecht und fast unbemerkt zu beurkunden.

Reorganisation hat sich bewährt

In Erinnerung würden 2008 sicher der Trautermin «08.08.08», sowie aufwändige Abklärungen zum Thema «Verdacht auf Scheinehe» bleiben, so Daniel Bugeda in seinem Jahresbericht. Immer wieder ein Thema sind auch die biometrischen Pässe sowie die Weiterentwicklung des Systems «Infostar», mit dem der Personenstand elektronisch beurkundet wird.

Nebst Gastgeberin Irene Enderli, Pius Rüdisühli, Präsident des Vereins Zürcher Gemeindeschreiber, Remo Buob, Präsident des Verbandes Zürcher Einwohnerkontrollen, Albert Conrad, Präsident des Aargauischen Verbandes für Zivilstandswesen und Tanja Huber, Leiterin Zentralstelle Dolmetscherwesen am Obergericht, fanden 73 Mitglieder und sechs Pensionierte nach Affoltern. «Ich freue mich sehr, dass Sie in unserem schönen Kasinosaal tagen», hiess Irene Enderli die Gäste willkommen.

Mittlerweile ist es gut sechs Jahre her, seit die Ämtler Zivilstandsämter in einen Bezirkskreis mit Sitz in Affoltern zusammengefasst wurden. Die zunehmende Professionalisierung zeigt, dass sich diese Reorganisation bewährt hat. «Zusammen mit dem Einwohneramt bilden die Zivilstandsbeamten die erste Anlaufstelle für unsere ganze Bevölkerung und sind damit sozusagen eine Visitenkarte für die Gemeindeverwaltung», so Irene Enderli, «sie begleiten von der Geburt über die Trauung bis hin zum Todesfall.»

Anschliessend an die Generalversammlung referierte Adrian Baumann, Chef des kantonalen Migrationsamtes zum Thema Scheinehen. Nachdem er seinen Zuhörern einen Überblick über die ausländische Wohnbevölkerung im Kanton vermittelt hatte, stellte Baumann sein Amt sowie das Netzwerk mit Partnerbehörden vor, dem auch die Zivilstandsbeamten angehören.
Infos: www.zvz-zh.ch.