Visionen sind auch Sehnsüchte

Über Visionen und Sehn-süchte sprach Fussballer Andy Egli an der 1.-AugustFeier in Niederbipp.

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Solothurner Zeitung

Armin Leuenberger

Nicht als Visionär, dem Tagesthema der Bundesfeier in Niederbipp, sondern als gewiefter Denker und Erzähler über allerlei Sehnsüchte entpuppte sich Festredner Andy Egli vor einer grossen Zuhörerschaft anlässlich der 1.-August-Feier in Niederbipp. Der langjährige Spitzenfussballer und vielfache Nationalspieler setzte bei seinem Auftritt richtigerweise voraus, dass den meisten Festbesuchern die Geschichte der Schweiz bekannt sei und verzichtete so auf die Wiederholung oft gehörter patriotischer Floskeln.

Als Vision bezeichnete er eine seinerzeit als junger Trainer beim FC Thun gemachte Äusserung, Thun sei in der Lage innerhalb von zehn Jahren in der Champions-League zu spielen. In der Folge dauerte es nicht einmal so lange, bis die Berner Oberländer bei ihrem ersten Champions-League-Auftritt als erster Verein das neue Stade de Suisse in Bern gefüllt hatten.

Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft tangierte er bei seiner Preisgabe von Sehnsüchten, «welche doch jeder Mensch in irgendeiner Form besitzt». Dabei hatte er eine ganze Reihe von Beispielen aus seinem Leben zur Hand, und er verstand es spannend und unter Zuhilfenahme von Beispielen aus seinem Leben, mehrmals mit einem spitzbübischen Schmunzeln, zu erzählen.

Ein bisschen viel Fussball fanden die einen, spannende und amüsante Erzählungen attestierten die andern dem im Bern wohnhaften sympathischen Festredner. Begleitet wurde die Feier im Feuerwehrmagazin des Räberhus durch die Musikgesellschaft unter Leitung von Kurt Dürig.