Schweinegrippe

Visana-Angestellte nach Ferien in Risikoländern unter Quarantäne

Logo der Visana (Archiv)

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Der Krankenversicherer Visana verlangt von seinen Angestellten, dass sie nach Ferien in einem Schweinigrippe-Risikoland eine Woche zu Hause bleiben. Ob sie während der Quarantäne Lohn erhalten, soll nun ein Gutachten klären.

Die Visana habe die Belegschaft im Frühling entsprechend informiert, bestätigte Visana-Sprecher Christian Beusch eine Meldung der "Berner Zeitung" vom Mittwoch. Bisher galt bei der Visana, dass die Betroffenen für die Zeit in Quarantäne keinen Lohn erhalten.

Nun lässt der Krankenversicherer ein externes Gutachten zu dieser Frage erstellen. "Wir wissen, dass die Rechtslage heikel ist", räumte Beusch ein.

An der Quarantäne hält die Visana weiterhin fest. Bis zum Vorliegen des Gutachtens geht die Quarantänezeit aber nicht mehr zu Lasten der Arbeitnehmer, wie Beusch betonte. Je nach Ergebnis des Gutachtens wird dann neu entschieden.

Bisher waren zwölf Personen von der Quarantäne-Weisung betroffen. Sie blieben ohne Lohn zu Hause. Kommt das Gutachten zu einem anderen Schluss, wird ihnen laut Beusch die Quarantäne als Arbeitszeit gutgeschreiben. Visana beschäftigt rund 1500 Mitarbeitende.

Derzeit gibt es bei der Visana keine Quarantänefälle. Beusch erwartet aber kommende Woche "einige Ferienrückkehrer". Betroffen dürften insbesondere Angestellte sein, die ihre Ferien in Spanien verbrachten. Zu den rund 40 Risikogebieten gehören neben Spanien beispielsweise auch die USA, die Karibik, oder Grossbritannien.

Beim Bund geht man davon aus, dass in der Schweiz rund zwei Millionen Menschen erkranken dürften.

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