Katzen
Villmergen: Treibt hier ein Katzenmörder sein Unwesen?

Fünf Tage lang vermisste Gabriela Bucher aus Villmergen ihre Katze. Sie fand sie wenige Meter von ihrem Haus entfernt neben den Gleisen – wo sie jeden Tag nachgesehen hatte. «Jemand muss sie getötet und dort abgelegt haben», mutmasst Bucher.

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Werden in Villmergen Katzen getötet?

Werden in Villmergen Katzen getötet?

Andrea Weibel

Die 2-jährige Katze Pünktli war seit Ostern verschwunden. Am Donnerstag darauf wurde sie gefunden – tot neben den SBB-Schienen liegend. «Wir wissen, dass so etwas passieren kann, manchmal werden Katzen eben vom Zug erfasst», ist sich Gabriela Bucher, Besitzerin der toten Katze, bewusst. «Jedoch hatten wir den Fundort zuvor mehrere Male abgesucht und nichts gefunden.»

«Keine äusserlichen Verletzungen»

Nachdem sie die Katze tagelang gesucht und Plakate im Quartier verteilt hatte, kam ihr per Zufall ein SBB-Angestellter mit einem Plastiksack in den Händen entgegen. «Er sagte, er hätte eine tote Katze von den Gleisen holen müssen. Als ich ihn bat, sie mir zu zeigen, erkannte ich Pünktli», beschreibt die 52-jährige Villmergerin. «Sie hatte jedoch keinerlei äusserliche Verletzungen, wie sie bei einem Zugunfall sicherlich entstanden wären. Das ist auch dem SBB-Angestellten aufgefallen», erzählt sie.

Für Bucher ist klar: «Jemand muss unsere Katze getötet und dort hingelegt haben. Jedoch können wir uns keine plausiblen Gründe vorstellen, warum irgendjemand so etwas Grausames tun könnte.» Einen Unfall auf den Schienen schliesst die Tierliebhaberin mittlerweile aus. «Ein Hundehalter hat uns aber gesagt, es sei in dieser Gegend nicht selten, dass ein Kätzchen in der Pfanne lande. Ich weiss nicht, was ich von dieser Aussage halten soll», ist sie verwirrt.

Polizei weiss von nichts

Im vergangenen Jahr seien rund um das neue Haus der Familie Bucher vier Katzen verschwunden, wie die Tierliebhaberin mittlerweile von den Nachbarn erfahren hat. Die Regionalpolizei hat jedoch keinerlei Kenntnis von den Fällen. «Uns ist nichts bekannt. Die Katzenbesitzer haben jedenfalls keine Anzeige erstattet», so Iren Wietlisbach von der Repol Wohlen. Ahnungslos sind auch die Gemeindeammänner von Villmergen, zu dem das Ballygebiet gehört, und dem angrenzenden Dottikon. «Davon haben wir nichts gehört, es ist aber eine tragische Sache», sind sich Paul Meyer (Villmergen) und Roland Polentarutti (Dottikon) einig.

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