Inbegriffen im Preis ist das gesamte Anwesen von 19'647 Quadratmetern (!) mit Seeanstoss, Bootshaus und dazu auch noch das Inventar. Sergei Rachmaninoff (1873-1943) lebte von 1934 bis 1939 mit seiner Familie darin und schrieb dort unter anderem die Paganini-Variationen.

Die noble 10-Zimmer-Villa beherbergt das Klavier des längst verstorbenen Komponisten, verschiedene Manuskripte zu seinem Werk und viele persönliche Gegenstände. Letzter Besitzer war der Enkel des genialen Künstlers, Alexander Rachmaninoff. Seine Witwe Natalja kündigte an, die Villa an Russland verkaufen zu wollen.

«Mir und natürlich auch der Erbengemeinschaft ist klar, dass wenn man das wunderschöne Anwesen ganz normal auf dem Immobilien-Markt ausschreiben würde, man es für ein Mehrfaches verkaufen könnte», sagt Antoine F. Goetschel gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag». Der Zürcher Anwalt ist Willensvollstrecker der Erbengemeinschaft und selber ein Urgrossneffe von Sergej Rachmaninoff.

Gemäss «Schweiz am Sonntag»-Recherchen schätzen Experten den Marktwert des Anwesens inklusive Inventar auf rund 35 Millionen Franken. Bei einem mit Seeanstoss in Weggis äusserst konservativ gerechneten Bodenpreis von 1500 Franken pro Quadratmeter, hätte alleine schon das Land über 29 Millionen Franken Wert.

Antoine F. Goetschel stellt klar: «Wenn Präsident Putin das Haus tatsächlich kaufen würde, müsste er vertraglich garantieren, dass dies auch in hundert Jahren noch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Es gibt viele Auflagen, darum auch der eher tiefe Preis.» Die Gespräche mit Luzern und Russland «sind im Gang», sagt Goetschel. Doch es brauche noch viel Zeit: «Wie es der Wunsch vom Enkel war, soll eine nachhaltige Lösung als Museum gefunden werden. Kein Schnellschuss, da muss sich auch Herr Präsident Putin gedulden!»