Schweinegrippe

Vierter H1N1-Todesfall in der Schweiz - Opfer war in Risikogruppe

Eine Spritze wird vorbereitet mit dem Impfstoff Pandemrix (Archiv)

Schweinegrippe

Eine Spritze wird vorbereitet mit dem Impfstoff Pandemrix (Archiv)

In der Schweiz hat die Schweinegrippe das vierte Todesopfer gefordert: Es wurde bekannt, dass im Kanton Obwalden am letzten Samstag ein 45-jähriger Mann an den Folgen der Schweinegrippe zu Hause verstarb. Auch er zählte zur Risikogruppe.

Der Verstorbene litt vor der Infektion mit dem H1N1-Virus an "erheblichen Vorerkrankungen", wie Alex Birrer, Stabschef des Führungsstabs des Kantons Obwalden, auf Anfrage sagte. Woran der Mann genau erkrankt war, wollte Birrer jedoch nicht sagen.

Im Rahmen einer Untersuchung sei eine H1N1-Infektion festgestellt worden, die mit dem Tod des Mannes im Zusammenhang stehe, teilte der kantonale Führungsstab mit.

Birrer kann sich vorstellen, dass sich dieser Todesfall auf das Impfverhalten der Bevölkerung auswirkt. Einen Ansturm aber erwartet er nicht. "Der eine oder andere wird sich vielleicht doch noch für eine Impfung entscheiden", sagte er.

Zur laufenden nationalen Impfaktion erklärte Virginie Masserey vom Bundesamt für Gesundheit (BAG), dass die anfänglichen Probleme nun überwunden seien. Bis Ende Woche sollen hierzulande 3 Millionen Dosen ausgeliefert sein. Dies reicht für 30 Prozent der Bevölkerung.

Nach Ansicht der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren und -direktorinnen (GDK) ist die Schweizer Bevölkerung im Vergleich zu anderen Ländern in einer günstigen Versorgungslage. Die H1N1-Grippeimpfungen seien nun auf "gutem Weg", teilte die GDK mit.

In der Schweiz forderte die Schweinegrippe bis anhin neben dem jüngsten Fall drei weitere Todesopfer. In Basel starb ein viereinhalb Monate alter chronisch kranker Knabe an einer Lungenentzündung, die das H1N1-Virus ausgelöst hatte. In Winterthur traf es zwei Frauen: eine 54-jährige Diabetikerin und eine 46-Jährige, die an Herzschwäche litt und HIV-positiv war.

Gemäss Angaben des BAG stieg die Kurve der im Labor bestätigten Fälle die fünfte Woche in Folge an. Allein letzte Woche waren es 2432 neue Fälle. Gesamthaft kletterte in der Schweiz die Zahl der bestätigten Fälle auf 6691.

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