Der Zeitung "New York Times" zufolge schwebten auch Stunden nach dem Unfall noch elf Verletzte in Lebensgefahr. Die Unglücksursache war unklar.

Fünf der sieben Waggons waren an der Station Spuyten Duyvil aus den Gleisen gesprungen. Einige kippten auf die Seite und lagen Dutzende Meter neben den Schienen. Ein kleiner Teil des Zuges hing im Hudson River. Zwei Menschen starben, als sie aus dem Zug geschleudert wurden. Zwei weitere kamen innerhalb des Wracks ums Leben.

Der Unfall geschah nur ein paar Meter von der Station entfernt, unmittelbar vor der Henry Hudson Bridge. Der Zug kam aus dem Städtchen Poughkeepsie und sollte etwa 20 Minuten später in den Grand Central Terminal im New Yorker Stadtteil Manhattan einfahren.

An Bord des halbvollen Zuges waren nach Angaben des Betreibers rund 150 Fahrgäste. Die Waggons wurden demnach von einer Diesellok geschoben.

Zug laut Zeugen zu schnell gefahren

Etwa 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kam noch am Morgen zum Unfallort. Die Polizei begann sofort mit den Ermittlungen, zunächst war die Ursache des tödlichen Unglücks aber nicht klar.

Eine Verletzte sagte in den "New York Daily News", der Zug sei sehr schnell in die Kurve gefahren. Die Zeitung meldete auch, der Zugführer habe ausgesagt, die Bremse habe nicht funktioniert. Offiziell hiess es nur, es werde ermittelt.

An der selben Stelle war Mitte Juli schon einmal ein Zug entgleist. Damals waren 10 der 24 Waggons aus den Gleisen gesprungen. Allerdings war es ein Güterzug, der nur Müll geladen hatte. Niemand war verletzt worden.

Die Regionalzüge befördern jeden Morgen Hunderttausende aus dem Umland nach New York, sonntags sind sie weit weniger besetzt. Zwar ist dieser Sonntag das Ende des langen Thanksgiving-Wochenendes, an dem mehr Menschen in den USA unterwegs sind als irgendwann sonst im Jahr. Das Unglück geschah aber schon um kurz nach sieben Uhr (Ortszeit).