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Vier neue Anbieter sind da

Zu dritt stehen sie nun im Dorfzentrum gleich nebeneinander und locken fürs Einkaufen in Oensingen: das Sunnehof-Center, das Mühlefeld-Center 1 und – seit gestern – das Mühlefeld-Center 2.

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Solothurner Zeitung

Armand Rindlisbacher

Oensingen kann sich nicht beklagen, was Einkaufsmöglichkeiten angeht. Vor sieben Wochen öffnete im Unterdorf Lidl seine Türen. Und gestern, nach einer Bauzeit von nur knapp elf Monaten - rechtzeitig fürs Weihnachtsgeschäft - hat die Siag ImmoOensingen AG im Mühlefeld ihre neue Geschäfts- und Wohnüberbauung eröffnet. Mit Aldi, Müller, Dosenbach und Takko wollen sich vier neue Geschäfte mit Angeboten im Tiefpreissegment etablieren.

Dosenbach statt Reno

Hauptmieter ist der deutsche Discounter Aldi. Auf 1700 Quadratmeter Laden- und Lagerfläche will der Billiganbieter über 1000 Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, wobei die für die Schweizer Kundschaft vorgesehene Palette vor allem Eigenmarken umfasst. Gleich mehrere tausend Artikel zählt dagegen das Angebot des nebenan angesiedelten Drogeriefachmarktes Müller Schweiz. Auf der 1200 Qudratmeter grossen Verkaufsfläche findet man fast alles aus den Sparten Drogerie, Parfümerie, Kosmetik, Gesundheit, Babypflege, Schreibwaren und Multimedia.

Nicht von der Partie ist überraschenderweise das bei Baubeginn noch angekündigte Schuhgeschäft Reno. An dessen Stelle ist nun Dosenbach getreten; sein Geschäftslokal im Mühlefeld 1 hat er zugunsten eines grösseren aufgegeben. Das bisherige steht momentan leer. Weil seit 1992 auch Ochsner wie Dosenbach der Deichmann-Gruppe angehören, führen mittlerweile eine ganze Reihe von Dosenbach-Filialen - so auch im Mühlefeld - zusätzliche Sportartikelsortimente. Abgerundet wird der Ladenmix mit dem Kleideranbieter Takko. Der hierzulande noch wenig bekannte Discounter ist 1982 unter dem Namen Modea aus der Hettlage Gruppe hervorgegangen und betreibt in Europa über 1000 Filialen.

20 altersgerechte Wohnungen

Die vier Ladenlokale sind über eine gedeckte Fussgängerpassage, die westseitig an die bestehende Fussgängerachse zum Bienkensaal anschliesst, miteinander verbunden. Von Bedeutung dürfte auch das unterirdische öffentliche Parkhaus mit 110 Parkplätzen sein, die sowohl über eine Rolltreppe als auch mit einem Lift mit dem Ladengeschoss verbunden sind. Über dem nördlichen Teil der Verkaufsflächen sind 20 altersgerechte Wohnungen für Kleinhaushalte entstanden. Hier ist derzeit noch der Innenausbau im Gang, der Bezugstermin ist auf den 1. März 2010 geplant.

Und Mühlefeld-Center 1?

Nach der Eröffnung des Mühlefeld-Centers 2 fällt um so mehr auf, wie das benachbarte Center 1 in die Jahre gekommen ist. 1994 gebaut, wurde der Gebäudekomplex anfänglich von der Von Roll Immobilien AG verwaltet. Mehrere Geschäfte an einer Passerelle zusammenzufassen war damals neu in der Region. Die Bilanz nach den ersten fünf Jahren bot ein durchzogenes Bild, wie seinerzeit eine Umfrage bei den in einer Interessengemeinschaft zusammengefasste Läden ergab. Die IG bemühte sich auch immer wieder, die Passerelle attraktiv zu halten. Unter anderem ist diese vor einigen Jahren vollständig überdacht worden.

Mittlerweile ist im ganzen Bereich ein Renovationsbedarf unübersehbar geworden, wie von verschiedenen Seiten her bestätigt wird. Durchgesickert ist jedoch auch, dass nun, nachdem Gebäudebesitzer und Verwaltung gewechselt haben, eine Renovation ins Auge gefasst werde. (Mitarbeit: wak)