Flavio Fuoli

Im Februar 2008 genehmigten die Uitiker Stimmberechtigten 8,1 Millionen Franken für Abbruch und Neubau des Schulhauses Mettlen, in dem Kinder vom Kindergarten bis zur vierten Klasse unterrichtet werden. Wegen einer Beschwerde konnte der Bau nicht wie vorgesehen auf Anfang dieses Schuljahres angegangen werden.

Trotzdem liess die Schule aus Containern eine provisorische Unterrichtsgelegenheit erstellen und vollzog noch vor den Sommerferien den Spatenstich. Damals war das Verfahren beim Verwaltungsgericht noch in der Schwebe, die Uitiker Schulbehörden hatten indes ein gutes Gewissen, was die Beschwerde anging. Die Kinder werden denn auch seit Beginn des neuen Schuljahrs in den Pavillons unterrichtet.

Planungsarbeiten aufnehmen

Wie Reto Schoch, Kommunikationsverantwortlicher der Schulpflege, gegenüber der Limmattaler Zeitung erklärte, habe das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich der Beschwerde, die ein nicht berücksichtigter Anbieter gegen die Vergabe der Architekturleistungen im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung für den Neubau des Schulhauses einreichte, die aufschiebende Wirkung entzogen. Nun könnten die Planungsarbeiten wieder aufgenommen werden. Die durch die Beschwerde aufgetretene Verzögerung betrage über vier Monate.
Bezug im ersten Quartal 2011

Die Schulpflege hat an ihrer letzten Sitzung einen neuen Zeitplan aufgestellt. Danach sollen die Ausschreibungen für die Arbeiten für den Neubau bis Dezember erstellt sein. Die Zufahrtsstrasse Mettlen soll im November und Dezember erstellt werden. Im Januar 2010 erfolgen die Bauplatz-Installationen. Die Abbrucharbeiten am alten Schulhaus Mettlen sollen, wenn es die Witterung zulässt, im Januar und Februar 2010 vonstatten gehen. Die Aushubarbeiten für das neue Schulhaus folgen im Februar und März 2010. Mit dem Beginn des Hochbaus des neuen Schulhauses rechnet die Schulpflege mit März 2010. Das fertig erstellte Schulhaus Mettlen soll schliesslich im ersten Quartal 2011 von den Schülern bezogen werden.

Feuerwehrtaugliche Zufahrt

Das Provisorium Mettlen wurde für 16 Monate gemietet. Die Verlängerung um vier Monate koste die Schule rund 10 000 Franken, rechnet Reto Schoch vor. Neu wird auch die Zufahrt zum Schulhaus geregelt. Die bestehende Zufahrt zu zwei Lehrerhäusern wird als künftige Schulhauszufahrt ausgeweitet. Sie dient einerseits als Zufahrt für Lehrpersonen, andererseits wird sie feuerwehrtauglich. Eine Auflage der Gemeinde verlangt zudem die Verlegung von Elektro- und Abwasserleitungen. Die alte, sehr schmale Zufahrt bleibt bestehen und wird laut Schoch in einen Gehweg zurückklassiert.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts steht noch aus. Dass das Verfahren nun freigegeben wird, sei ein Indiz, dass nichts Gravierendes vorliege, denkt Schoch.