Matthias Kessler

Bereits in wenigen Wochen soll es soweit sein: Am 1. Januar 2010 will der Kanton das Bezirksgebäude beim Bahnhof Dietikon, zunächst das Gefängnis, provisorisch in Betrieb nehmen. In der zweiten Märzhälfte 2010 sollen dann auch die verschiedenen Ämter und Amtsstellen ihre Büros beziehen können: Bezirksgericht, Bezirksrat, Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft Limmattal-Albis, Jugendanwaltschaft Affoltern-Dietikon-Horgen.

Vakanz rasch wieder besetzt

Nicht zum ersten Mal ergaben sich im Zusammenhang mit dem 52-Millionen-Projekt des Kantons jedoch Probleme. Das jüngste Beispiel: Die kantonale Baudirektion entliess den zuständigen Projektleiter. Dies bestätigte Dominik Bonderer, Leiter Kommunikation bei der Baudirektion, auf Anfrage. Zu den Ursachen für die Entlassung konnte Bonderer «aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes» indes nichts sagen. Der Projektleiter seinerseits verzichtete auf eine Stellungnahme zu diesem Zeitpunkt.

Die Vakanz habe «glücklicherweise rasch mit einem neuen Projektleiter besetzt werden können», erklärte Bonderer. Der neue Projektleiter arbeite, so Bonderer, «im befristeten Anstellungsverhältnis bis zur Fertigstellung des Bezirksgebäudes» für das Hochbauamt. Und: «Es gibt wegen diesem Wechsel weder Verzögerungen noch sonstige Auswirkungen.»

Grosse Verzögerungen hatten vor der Aufnahme der Bauarbeiten am Gebäude hingenommen werden müssen; so gab es unter anderem Einsprachen gegen die Baubewilligung, und die Kantonsarchäologie stiess auf Überreste eines Gutshofs aus römischer Zeit.

Horgener Personal nach Dietikon

Nachdem die Arbeiten Ende Juni 2007 endlich aufgenommen werden konnten, wurde aber bald einmal klar, dass es eng werden würde auf den verschiedenen Büroetagen des Gebäudes. Dies, nachdem die Justizdirektion entschieden hatte, dass auch das bislang in Horgen tätige Personal der Jugendanwaltschaft künftig in Dietikon arbeiten werde.