Störung bei der SBB

Verspätungen bei SBB wegen Störung des mobilen Funksystems

Verspätungen auf Neubaustrecke (Archiv)

Verspätungen auf Neubaustrecke (Archiv)

Weil das mobile Funksystem der Bahn gestört war, ist es in der Nacht im SBB-Netz zu einigen Verspätungen gekommen. Die Probleme traten am Donnerstag ab 20 Uhr auf und waren heute Freitag um 05.30 Uhr behoben.

Die Störung im Funknetz für das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS) hatte vorab Auswirkungen auf das Mittelland und die Lötschbergachse, wie die SBB mitteilte. Die Züge verkehrten auf der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist 5 bis 6 Minuten verspätet. Auf der Lötschbergroute beliefen sich die Verspätungen auf über eine halbe Stunde.

Während der Nacht wurde das System wieder aufgestartet. Die SBB forderte Nokia Siemens Networks, die Lieferanten und Betreiber des Systems, auf, die Fehleranalyse mit Hochdruck voranzutreiben.

Erst am 29. Juli hatte die Bahn mit demselben Problem zu kämpfen. Das mobile Funksystem schickt den Lokomotivführern neben anderen Informationen auf der Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist und im Lötschbergbasistunnel die Streckensignale in den Führerstand.

Wegen des hohen Tempos dort können sie herkömmliche Streckensignale nicht mehr ablesen. Auf der Neubaustrecke gibt es noch solche Signale. Die Züge verkehren dort bei Störungen im Funknetz mit einem reduzierten Tempo von 160 km/h.

Im Lötschbergbasistunnel dagegen fehlen herkömmliche Signale. Ein Zug, der sich am Donnerstagabend zu Beginn der Panne im Tunnel befand, verliess diesen gemäss einem SBB-Sprecher mit 40 km/h. Der Lokomotivführer fuhr auf Sicht. Nachfolgende Züge wurden auf die Bergstrecke umgeleitet.

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