Im Vorjahr war die Allianz mit 8 Mrd. Euro Gewinn noch das bestverdienende deutsche Unternehmen. Den Verkauf der Dresdner Bank an die Commerzbank hatte die Allianz im Januar über die Bühne gebracht.

Die Belastungen durch die ehemalige Tochter schlugen im vergangenen Jahr mit 6,4 Mrd. Euro zu Buche. Im fortgeführten Geschäft ohne die Dresdner Bank brach der Überschuss des Konzerns von 7,3 Mrd. Euro im Vorjahr auf 4 Mrd. Euro ein.

Das operative Ergebnis ging von 10,3 Mrd. auf 7,4 Mrd. Euro zurück. Der Umsatz schrumpfte um 5,3 Prozent auf 92,5 Mrd. Euro.

Eine Prognose für das laufende Jahr wagte Allianz-Chef Michael Diekmann nicht. "Zuverlässige Aussagen über Erträge im Jahr 2009 sind in diesem Umfeld nicht möglich."

Die Allianz hatte die Dresdner 2001 für 24 Mrd. Euro übernommen. Trotz mehrerer Umbauten zahlte sich das Geschäft nie richtig aus. Vor allem das Investmentbanking sorgte für Probleme und liess den Traum von einem schlagkräftigen Allfinanzkonzern platzen.

Der Kern der neuen Allianz ist die Schaden- und Unfallversicherung. Daneben sind die Münchner in der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Vermögensverwaltung aktiv.