Nordumfahrung

Verkehrschaos in Brugg-Windisch: Nordumfahrung soll Abhilfe schaffen

NK 112: Die Werkpiste (links) gibt das künftige Trassee vor. (Walter Schwager)

Nordumfahrung Brugg-Windisch

NK 112: Die Werkpiste (links) gibt das künftige Trassee vor. (Walter Schwager)

Noch ist es zwar nicht der (Verkehrs-)Infarkt. Die «Rhythmusstörungen» im Herzen der Region Brugg-Windisch machen sich jedoch deutlich bemerkbar. Jetzt soll die Nordumfahrung zumindest teilweise Abhilfe schaffen.

Louis Probst

Die langen Autokolonnen auf der Hauserstrasse in Windisch und auf der Zurzacherstrasse in Brugg sind längst alltäglich geworden. Verschärft wird die Situation zurzeit durch die Bauarbeiten am Kreisel «Harmonie» in Windisch. Damit dürfte das Projekt für den Westast der Nordumfahrung von Windisch - die NK 112 - an Aktualität gewonnen haben. Immerhin verspricht man sich von der geplanten rund 2,3 Kilometer langen Hochleistungsstrasse zumindest eine teilweise Entlastung des Zentrums.

Inzwischen liegt, wie Max Bruggmann, Projektleiter im Departement Bau, Verkehr und Umwelt, auf Anfrage erklärt, ein Vorprojekt für diese NK 112 nicht bloss vor. Es ist bereits den Gemeinden Windisch und Brugg zur Vernehmlassung vorgelegt worden. Im Wesentlichen ist der Bau einer zweispurigen Strasse zwischen dem Autobahnzubringer Hausen und der Kantonsstrasse im Wildischachen in Brugg geplant. Eine Zweigspange, die auf der Höhe des Bahnüberganges ins Hunziker-Areal in die Aarauerstrasse mündet, dient zudem der Erschliessung der Industrieareale.

«Die Behörden der beiden Gemeinden haben bis Ende dieses Monats Gelegenheit, ihre Stellungnahmen abzugeben», sagt Max Bruggmann. «Anschliessend wird nochmals eine Gesprächsrunde stattfinden. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen über den Kostenteiler.» Die Kosten für die NK 112 dürften sich bei 45 Millionen Franken bewegen. Bei diesem Betrag, so Max Bruggmann, handle es sich um einen Wert, der zwar genauer sei als eine Schätzung, der aber nicht der Genauigkeit eines Kostenvoranschlages entspricht. Zur Kasse gebeten werden neben dem Kanton und den Gemeinden Windisch und Brugg auch die Anstösser. Inzwischen sind mit den Anstössern - die durch die bessere Erschliessung von einer Aufwertung ihrer Grundstücke profitieren - Gespräche geführt worden.

Bleibt die Frage nach einem möglichen Baubeginn. Max Bruggmann bleibt da vorsichtig: «Wenn alles optimal läuft, ist 2014/2015 denkbar.»

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