Eine von der bekannten Seilbahnfirma Garaventa erstellte Machbarkeitsstudie stellt eine Seilbahn mitten in Baden vor. Demnach soll am Bahnhof Baden eine «Bergstation» entstehen. Von ihr aus geht es auf 650 Meter in vier Minuten der Parkstrasse entlang ins Bäderquartier. In Auftrag gegeben hat die Studie der Direktor der Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen, Stefan Kalt.

Der «perfekte Anschluss»

Weil im Bäderquartier zur Zeit ein neues Thermalbad entsteht, rechnet er mit deutlich mehr Gästen für das Quartier. Vor diesem Ansturm fürchtet man sich in Baden. Die Seilbahn soll das Problem nun lösen: 500 Gäste kann sie in der Stunde befördern, mit Ausbaumöglichkeiten sogar bis zu 1000 Personen. Alle 30 Sekunden abfahrende Bähnchen garantieren gemäss Stefan Kalt den «perfekten Anschluss».

500 000 Passagiere pro Jahr

Die je nach Ausführung der Bahn veranschlagten 15 bis 20 Millionen Franken, die für den Bau benötigt würden, will Stefan Kalt durch die Integrierung in den öffentlichen Verkehr vom Kanton sowie nach Möglichkeit auch von Stadt und Region bekommen. Würde der Bahn ein Pilot-Charakter attestiert, darf sie ausserdem auf Zuschüsse aus Bern hoffen. Damit die Bahn dann noch rentabel läuft, braucht sie eine halbe Million Passagiere im Jahr.

Mario Botta im Gespräch

Für das Design der Bahn will Stefan Kalt den Tessiner Mario Botta verpflichten. Er hat bereits das neue Thermalbad im Bäderquartier gestaltet und ist auch mit Seilbahnen bereits erfahren. Läuft das Projekt nach den Vorstellungen vom Direktor der Verkehrsbetriebe weiter, hofft er auf einen Baubeginn in vier bis fünf Jahren. (mik)

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