Verheerende Buschfeuer vor der Hauptstadt

Der dunstige Himmel Anfang letzter Woche verhiess nichts Gutes: Am Stadtrand sind am Montag schwere Buschbrände ausgebrochen. Vermutlich führte eine Unachtsamkeit wilder Siedler zu dem Grossbrand.

Nicole Annette Müller

Nach Zeitungsangaben wurden innerhalb kürzester Zeit über 20 000 Hektaren Farmland verwüstet. Neben der Stadtpolizei und der Feuerwehr wurde auch das Militär für die Löscharbeiten aufgeboten.

Vor allem in den Khomas-Bergen (südlich von Windhoek) waren die Flammen hartnäckig. Immer wieder flackerten Brandherde neu auf. Und obwohl an einigen Stellen die Wege gesäubert wurden und als Brandstreifen dienten, sprangen die so genannten Veldfeuer über die Strasse auf neue Felder über.

Auch auf einer Landwirtschaftsschule südlich von Windhoek wurde es unheimlich. Eine an der Schule angestellte INTERTEAM-Fachperson erzählte mir, dass es in ihrem Garten plötzlich Asche regnete. Gleichentags wurden die Schüler zu Löscharbeiten auf einer nahen Farm aufgeboten.

Erst am Freitag gab die Stadtpolizei Entwarnung. Man habe die Lage bis am Wochenende unter Kontrolle, sagte der Windhoeker Polizeichef der „Allgemeinen Zeitung". Und er sollte Recht behalten.

Als ich am Sonntag zu einer nahegelegenen Lodge in den Khomas-Bergen fuhr, sah ich nur noch die abgebrannten Felder und Hügel. Die Flammen waren erloschen. Wohl nicht zuletzt dank eines Wetterumschwunges - kein Wind mehr und bewölkter Himmel. Wer weiss, vielleicht bringt die - für diese Jahreszeit nicht unübliche - kleine Regenzeit die endgültige Entspannung.

Meistgesehen

Artboard 1