Tötungsdelikt

Vater gesteht Tötung des eigenen Kindes in Winterthurer Hotel

Der vierjährige Knabe, der am Freitagabend in einem Winterthurer Hotelzimmer aufgefunden wurde, ist von seinem Vater getötet worden. Laut Staatsanwalt gestand er, sein Kind getötet zu haben. Auch sich selbst habe er umbringen wollen.

"Der Mann bestätigte, dass er den Tod seines 4-jährigen Sohnes verursacht hat", sagte der zuständige Zürcher Staatsanwalt Pascal Gossner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der 60-Jährige habe auch sich selbst das Leben nehmen wollen. "Es war eine Tötung und eine versuchte Selbsttötung", sagte Gossner.

Der Vater überlebte jedoch den Selbstmordversuch und wurde bewusstlos ins Spital gebracht. Wie er seinen Sohn umgebracht hatte und sich selbst töten wollte, konnte der Staatsanwalt noch nicht sagen. Das Institut für Rechtsmedizin in Zürich untersucht derzeit die Todesursache.

Angestellte des Winterthurer Hotels hatten den Vater und seinen Sohn am Freitagabend bewusstlos in einem Hotelzimmer gefunden. Die beiden wurden ins Spital gebracht, wo der 4-Jährige kurz darauf verstarb.

Das Personal war durch einen ausgelösten Brandmelder alarmiert worden. Weshalb dieser losging, ist noch unklar. Gemäss Staatsanwalt brannte es nicht im Zimmer, noch war Gas ausgeströmt. Laut Gossner hatte der Mann am gleichen Tag im Hotel eingecheckt.

Der 60-Jährige befindet sich in Haft. Der Staatsanwalt beantragte Untersuchungshaft für ihn. Der Haftrichter habe aber noch nicht entschieden, sagte Gossner. Ob sich der Mann noch immer im Spital befindet, wollte er nicht sagen. Aus gesundheitlichen Gründen habe er erst heute Montag befragt werden können.

Wie Gossner weiter sagte, ist der Mann vorbestraft. "Er wurde bereits einmal wegen eines Gewaltdelikts verurteilt", sagte er. Worum es dabei ging, liess der Staatsanwalt offen.

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