RBS-Bahnhof
Varianten werden nochmals geprüft

Die verschiedenen Varianten für den Ausbau des Bahnhofs Bern werden nochmals eingehend unter die Lupe genommen. In einem Workshop sollen sie dann konkretisiert werden.

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Verschiedene Varianten für die «Zukunft Bahnhof Bern» werden derzeit nochmals geprüft. Wie der Kanton Bern mitteilte, sollen die Varianten in einem Workshop im September mit allen Projektbeteiligten konkretisiert werden.

Im November sollen dann die Ergebnisse einer Begleitgruppe, bestehend unter anderem aus Parteien, Verbänden und Anwohnern, vorgestellt werden. Ende des nächsten Jahres soll die Bestvariante für einen neuen Berner Bahnhof vorliegen. Mehr als 150 000 Personen passieren täglich den Bahnhof, der damit an seine Kapazitätsgrenzen stösst.

Mitte Juni wurden die Ergebnisse eines Gutachtens der ETH Zürich zur «Zukunft Bahnhof Bern» vorgestellt. Die Gutachter hatten Optimierungspotenzial geortet und dabei insbesondere das Kosten-Nutzen-Verhältnis kritisiert. 2,4 Milliarden Franken seien nicht gerechtfertigt, sagte damals
Ulrich Weidmann vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme.

ETH wieder an der Arbeit

Die ETH Zürich hatte auch eine günstige Lösung mit einem Ausbau im Bereich des bestehenden RBS-Bahnhofs vorgeschlagen. Nun erarbeitet die ETH in einem zusätzlichen Auftrag eine Variante. «Wir möchten aufgezeigt haben, wie dieser Ausbau aussehen könnte», sagt Ulrich Seewer, Gesamtprojektleiter und Leiter der Fachstelle Gesamtmobilität in der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion.

Möglich wäre, dass der RBS-Bahnhof so entlastet wird, dass ein Ausbau hinfällig würde. Auch diese Erkenntnisse sollen im Workshop diskutiert werden. Die ursprüngliche Variante geht von einem neuen RBS-Bahnhof in Ost-West-Lage aus. Bis Ende Oktober sollen nun verschiedene Varianten des zukünftigen Berner Bahnhofs definiert werden. Anschliessend werden sie nach Kos-ten-Nutzen-Überlegungen sowie Nachfrageprognosen bewertet. Dazu werden auch neue Prognosen für das Passagieraufkommen erstellt. (joh)

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