US-Schiedsgericht verpflichtet CS zu Schadenersatzzahlung

CS ist mit US-Urteil nicht einverstanden

CS ist mit US-Urteil nicht einverstanden

Ein Schiedsgericht in New York hat die Credit Suisse verpflichtet, vom Halbleiterhersteller STMicroelectronics für 400 Mio. Dollar ARS-Wertpapiere zurückzunehmen. Die Schweizer Grossbank ist mit dem Urteil des Gerichts nicht einverstanden.

STMicroelecotronics (STM) hatte der Credit Suisse (CS) vorgeworfen, für sie statt staatlich gesicherter Studentenanleihen unauthorisiert so genannte Auction Rate Securities (ARS) gekauft zu haben. ARS sind langfristige Anleihen, deren Zinssatz in kurzen Abständen bei Auktionen festgesetzt wird. Der Markt für ARS ist während der Finanzkrise zum Erliegen gekommen.

Insgesamt machte STM bei der Financial Industry Regulatory Authority (Finra), der Selbstregulierungsbehörde der US-Wertschriftenhändler, einen Schaden von über 470 Mio. Dollar geltend.

Das Schiedsgericht der Finra hat nun am Freitag entschieden, dass die CS die inzwischen wertlosen ARS wieder zurücknehmen und dem italienisch-französischen Halbleiterhersteller 400 Mio. Dollar Schadenersatz bezahlen muss.

Darüber hinaus hat die CS der STM gemäss Schiedsspruch rund 6 Mio. Dollar an Zinsen, Gebühren und Anwaltskosten zu entrichten und die Gerichtskosten zu tragen. Bei der CS hiess es auf Anfrage, das Unternehmen stimme dem Schiedsspruch nicht zu und man prüfe weitere rechtliche Möglichkeiten.

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