Wohltätige Aktion

US-Regisseur Quentin Tarantino versucht sich als Kinobesitzer

Quentin Tarantino sieht Kinokauf als wohltätige Aktion

Quentin Tarantino sieht Kinokauf als wohltätige Aktion

US-Regisseur Quentin Tarantino ist Kinobesitzer geworden. Mit dem Ankauf des New Beverly Cinema in Los Angeles wollte er ein kleines Familienkino, das er schon als Jugendlicher besuchte, davor bewahren, von einem grossen Unternehmen geschluckt zu werden.

Wie das Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtete, waren die bisherigen Besitzer nach dem Tod des Familienoberhaupts in finanzielle Schwierigkeiten geraten. "So lange ich lebe und solange ich reich bin, wird es das New Beverly hier geben und Double Features zeigen", sagte Tarantino. Das Kino ist auf Filmklassiker, ausländische und unabhängig produzierte Filme spezialisiert, es organisiert lange Filmnächte und gibt Sondervorstellungen.

Seitdem er alt genug war - "also so etwa seit 1982" - sei er von der South Bay eigens nach Los Angeles ins New Beverly gefahren, meint der Oscar-Anwärter ("Inglourious Basterds"). Das 1929 gebaute Kino war seit den 70er Jahren im Besitz der Torgan-Familie. In den letzen Jahren half Tarantino zunächst mit 5 000 Dollar monatlich aus, um die Flaute an der Kinokasse zu decken. Schliesslich kaufte er das Kino nach langwierigen Verhandlungen mit den Investoren ganz auf, der Preis ist allerdings geheim. "Das New Beverly sehe ich als meine wohltätige Aktion an, eine Investition, die ich nie zurückhaben will", betont Tarantino.

Der Regisseur ist zwar Besitzer, aber die Familie bestimmt weiterhin das Programm. Er dürfe allerdings Vorschläge machen, meint Tarantino. Als nächstes ist eine Serie von Film-Favoriten seines Kollegen und Freundes Jason Reitman geplant. "Es ist cool, ein Kino zu haben, wo ich zeigen kann, was ich möchte", freut sich Tarantino.

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